Senf dazu: Ich war in der Gran Turismo-Preview und bin enttäuscht
Ich habe Gran Turismo in einer Sneak-Preview gesehen und bin ebenso positiv überrascht wie enttäuscht. Ich sage euch jetzt, worum ihr euch den Film im Kino eigentlich sparen könnt und warum ihr ihn aber unbedingt anschauen müsst.
Es war eine Sneak-Preview, ich wusste also nicht, was mich an dem Abend erwartet und ganz ehrlich: Für Gran Turismo hätte ich mich sicherlich nicht entschieden. Vorab hatte ich verschiedene Trailer gesehen und den Film als langweilig abgestempelt. Zudem - das kennt ihr sicherlich auch - hatte ich schon einige Bewertungen von Webseiten zu dem Film gesehen. Da schneidet der Film trotz Top-Besetzung nur mittelmäßig ab.
Warum das so ist, frage ich mich jetzt nach dem Film allerdings. Doch erst einmal ein kurzer Überriss, worum es in dem Film überhaupt geht, ohne zu viel zu Spoilern.
Sony hat diesen Film nach einer wahren Begebenheit ins Kino gebracht und spricht damit zwei Zielgruppen an: Spiele-Nerds und Racing-Fans. Dank Gran Turismo (dem Videospiel) kommen beide Zielgruppen perfekt zusammen. Es ist die Lebensgeschichte des Rennfahrers Jann Mardenborough, der im Grunde nur durch eine Marketing-Idee die Chance bekam, sich als echter Rennfahrer zu behaupten und seinen Jugendtraum zu erfüllen.
Nun hätte man den Film auch über den ersten Gewinner der GT Academy machen können, hat sich aber vermutlich dagegen entscheiden, da Mardenboroughs Geschichte, die seiner Familie und auch die Dramatik rund um seine ersten "echten" Rennen einfach mehr Hollywood-like waren.
Was euch daher erwartet, ist eine abendfüllende seichte Unterhaltung, die zwar ohne Tiefgang daherkommt, aber auch keinerlei Längen hat. Ich fühlte mich von Anfang bis Ende gut unterhalten.
Das ist aber nicht alles. Die Bilder sind toll, die Rennszenen beeindruckend und die Schauspieler enttäuschen nicht. Ja, es gibt bessere Filme über Motorsport und Rennfahrer. Aber die Mischung hierbei ist gut und der Film transportiert die Geschichte von Mardenborough eindrucksvoll. Vor allem lohnt sich der Film für alle, die selbst begeistert dank PlayStation in den virtuellen Rennwagen steigen oder gestiegen sind. Die Story ist einzigartig und die Umsetzung toll.
Der Film heißt Gran Turismo, er zeigt aber nicht viel von diesem Wahnsinn, die die Community mit dem Spiel verbindet. Am Rande bekam man zwar einen Einblick in die Entwicklung des Spiels und den Aufwand, den Polyphony Digital betrieben hat. Natürlich startet der Film auch damit, dass Jann Mardenborough eigentlich nur diesen einen Rennsimulator im Kopf hat und nicht viel mehr in seinem Leben macht. Das Phänomen, das Gran Turismo ausgelöst hat, kommt aber viel zu kurz.
Ich hätte mir den Film nicht ausgesucht
Nach langer Kino-Abstinenz (Corona, Bequemlichkeit und Streaming-Abos waren die Gründe), bin ich in der vergangenen Woche endlich wieder einmal ins Kino gegangen.Es war eine Sneak-Preview, ich wusste also nicht, was mich an dem Abend erwartet und ganz ehrlich: Für Gran Turismo hätte ich mich sicherlich nicht entschieden. Vorab hatte ich verschiedene Trailer gesehen und den Film als langweilig abgestempelt. Zudem - das kennt ihr sicherlich auch - hatte ich schon einige Bewertungen von Webseiten zu dem Film gesehen. Da schneidet der Film trotz Top-Besetzung nur mittelmäßig ab.
Warum das so ist, frage ich mich jetzt nach dem Film allerdings. Doch erst einmal ein kurzer Überriss, worum es in dem Film überhaupt geht, ohne zu viel zu Spoilern.
Sony hat diesen Film nach einer wahren Begebenheit ins Kino gebracht und spricht damit zwei Zielgruppen an: Spiele-Nerds und Racing-Fans. Dank Gran Turismo (dem Videospiel) kommen beide Zielgruppen perfekt zusammen. Es ist die Lebensgeschichte des Rennfahrers Jann Mardenborough, der im Grunde nur durch eine Marketing-Idee die Chance bekam, sich als echter Rennfahrer zu behaupten und seinen Jugendtraum zu erfüllen.
GT Academy
Diese Idee kam von Nissan und Sony. Man lobte für den besten Gran Turismo-Spieler an der PlayStation die Teilnahme an einem echten Motorsportrennen aus. Der Wettbewerb hieß GT Academy. Mardenborough setzte sich dabei gegen rund 90.000 Teilnehmer weltweit durch. Das war im Jahr 2011. Mardenborough hatte damals als dritter und bis zu diesem Zeitpunkt jüngster Gamer die sogenannte GT Academy gewonnen.Nun hätte man den Film auch über den ersten Gewinner der GT Academy machen können, hat sich aber vermutlich dagegen entscheiden, da Mardenboroughs Geschichte, die seiner Familie und auch die Dramatik rund um seine ersten "echten" Rennen einfach mehr Hollywood-like waren.
Was euch daher erwartet, ist eine abendfüllende seichte Unterhaltung, die zwar ohne Tiefgang daherkommt, aber auch keinerlei Längen hat. Ich fühlte mich von Anfang bis Ende gut unterhalten.
Das ist aber nicht alles. Die Bilder sind toll, die Rennszenen beeindruckend und die Schauspieler enttäuschen nicht. Ja, es gibt bessere Filme über Motorsport und Rennfahrer. Aber die Mischung hierbei ist gut und der Film transportiert die Geschichte von Mardenborough eindrucksvoll. Vor allem lohnt sich der Film für alle, die selbst begeistert dank PlayStation in den virtuellen Rennwagen steigen oder gestiegen sind. Die Story ist einzigartig und die Umsetzung toll.
Getrübter Kinospaß
Allerdings fehlte mir auch etwas - mal ganz abgesehen von dem wahnsinnigen Klang, den ich zuhause per Kopfhörer oder Soundbar bekomme und den brillanten Bildern, die mein 4k-Fernseher oder selbst mein iPad liefert (das Kino ließ hierbei echt zu wünschen übrig): Mir fehlte die Begeisterung über das Videospiel.Der Film heißt Gran Turismo, er zeigt aber nicht viel von diesem Wahnsinn, die die Community mit dem Spiel verbindet. Am Rande bekam man zwar einen Einblick in die Entwicklung des Spiels und den Aufwand, den Polyphony Digital betrieben hat. Natürlich startet der Film auch damit, dass Jann Mardenborough eigentlich nur diesen einen Rennsimulator im Kopf hat und nicht viel mehr in seinem Leben macht. Das Phänomen, das Gran Turismo ausgelöst hat, kommt aber viel zu kurz.
Mein Fazit
Schaut euch den Film an, nur macht das nicht, wenn ihr kein umwerfendes Hightech-Kino besuchen könnt. Dann holt euch den Film lieber nach Hause, sobald das möglich ist. Ich saß im Kino und staunte, wie viel Geld man dort für alte Leinwände, Popcorn aus dem großen Fertig-Sack und klebrige Fußböden ausgeben kann. Dieser Film schreit aber nach einem brillanten Bild und brüllenden Motorsounds. In deutschen Kinos startet Gran Turismo regulär am 10. August.
Zusammenfassung
Siehe auch:- Gran Turismo: Sneak-Preview überraschend positiv + enttäuschend
- Kino-Abstinenz wegen Corona + Streaming-Abos
- Wahre Begebenheit: Spiele-Nerds + Racing-Fans
- Marketing-Idee von Nissan + Sony 2011
- Seichte Unterhaltung + gute Schauspieler
- Ohne Tiefgang, aber ohne Längen + tolle Bilder
- Phänomen Gran Turismo: zu kurz + Hightech-Kino empfohlen
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