Datenkrake DB Navigator? Streit eskaliert, Klage gegen Bahn erhoben

Nach der lauten Kritik und offenem Streit folgt die Klage: Die Bürgerrechtsorganisation Digitalcourage will die Bahn juristisch belangen, da sie rechtswidrig Daten mit der App DB Navigator sammle. Der Konzern dementiert vehement, man sei von der Klage befremdet.

Der Streit eskaliert bis hin zur Klage

Ende Juli dieses Jahres hatte sich der Verein Digitalcourage mit klaren Vorwürfen an die Bahn gerichtet: Die Datenschutzerklärung der DB-Navigator-App sei vollkommen unzureichend, das Tracking durch Dritte umfassend und durch den Nutzer nicht zu überblicken. Kurz gesagt: Die App sei eine Datenkrake, die sich aber nicht die nötigen Erlaubnisse der Nutzer für dieses umfassende Tracking einhole. Die Reaktion der Bahn: Sie definiert die beanstandeten Tracker als essenziell für die Funktion der App, daher sei keine Zustimmung nach der DSGVO nötig.


Digitalcourage hatte der Bahn trotzdem eine Frist gesetzt, die nach Meinung der Bürgerrechtler unrechtmäßigen Eigenschaften der App einzustellen. In der Zwischenzeit hatten andere unabhängige Tests - beispielsweise durch die Stiftung Warentest - ähnliche Kritik an der Datenverarbeitung der App erhoben. Da eine Reaktion des DB-Konzerns bis heute aber ausgeblieben war, folgt jetzt wie angekündigt die Klageerhebung vor dem Landgericht Frankfurt.

Entscheidender Kritikpunkt ist die Ausgestaltung der Auswahl "Nur erforderliche Cookies zulassen" in der App. Der Europäische Gerichtshof hat klar spezifiziert, dass Marketing-Analyse-Werkzeuge nicht zu diesen essenziellen Cookies gezählt werden dürfen. Die unabhängigen Untersuchungen hatten ergeben, dass unabhängig von den Nutzereinstellungen beim DB Navigator personenbezogene Daten an zehn externe Dienstleister fließen.

"Die Bahn fährt schwarz auf der vielzitierten Datenautobahn. Wir haben sie bei einer zivilgesellschaftlichen Kontrolle erwischt. Jetzt muss sie ein Ticket nachlösen oder eben mit diesen Praktiken aufhören", fordert der Anwalt Peter Hense laut Netzpolitik. Die Bahn stemmt sich weiter vehement gegen diese Darstellung: Demnach würden nur "pseudonymisierte Daten, die sich für den einzelnen Anbieter isoliert als anonyme Dateninhalte darstellen" weitergegeben. "Wir nehmen die öffentlichkeitswirksamen Aktivitäten des Vereins, einschließlich der jetzt angekündigten Klage, mit Befremden zur Kenntnis", so das Unternehmen heute in einer Pressemitteilung.

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