Call of Duty für PlayStation:
Sony akzeptiert Microsofts 10-Jahres-Deal

Nachdem der Activision Blizzard-Übernahme durch Microsoft nur noch wenig im Weg steht, lenkt jetzt auch Sony ein. Die Japaner akzeptieren einen 10-Jahres-Vertrag der Redmonder und sichern das Fortbestehen des beliebten Call of Duty-Franchise auf PlayStation-Konsolen.
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"Verbindliche Vereinbarung" wurde getroffen

Mit der Angst im Nacken, Microsoft könnte Call of Duty als zukünftigen Xbox-Exklusivtitel in Betracht ziehen, stellte sich Sony in den vergangenen Monaten als Erzrivale gegen den 69-Milliarden-Dollar-Deal. Jetzt, wo die Übernahme von Activision Blizzard kurz bevorsteht, nutzt der PlayStation-Erfinder die von Microsoft weiterhin offen gehaltene Tür für eine langfristige Kooperation.

Wie Xbox-Chef Phil Spencer bestätigt, gehen Microsoft und Sony eine "verbindliche Vereinbarung" ein, um aktuelle und kommende Call of Duty-Spiele auf der PlayStation zu halten. "Wir freuen uns auf eine Zukunft, in der Spieler weltweit mehr Auswahl haben, ihre Lieblingsspiele zu spielen", unterstreicht Spencer. Microsofts Xbox-Kommunikationsleiterin Kari Perez gab gegenüber The Verge die Verpflichtung über zehn Jahre bekannt.


Sony, Nintendo und Nvidia sind glücklich

Im Januar lag der Deal noch in anderer Form auf dem Tisch der Japaner. Ursprünglich wurde von Microsoft angeboten, alle bestehenden Activision-Spiele für Konsolen bis Ende 2027 auf PlayStation-Systemen zu erhalten, einschließlich kommender Call of Duty-Titel. Mit dem ausschließlichen Fokus auf Call of Duty akzeptierte Sony nun für zehn anstelle von nur vier bis fünf Jahren, womit die Fehde zwischen den beiden Unternehmen enden dürfte.

Im Februar akzeptierte Nintendo einen ähnlichen Deal, um über die nächsten zehn Jahre mit Portierungen von Microsoft- und Activision Blizzard-Titeln versorgt zu werden, im Speziellen auch Call of Duty. Wenige Tage später einigte man sich mit Nvidia und weiteren Anbietern von Cloud-Gaming-Services, um die Spiele nicht nur über das Spiele-Streaming via Xbox Game Pass, sondern auch bei Konkurrenten zu gewährleisten.

Aktuell nähert sich die Übernahme von Activision Blizzard durch Microsoft der finalen Phase. Noch steht die Berufung der US-amerikanischen Federal Trade Commission (FTC) aus, deren Antrag auf Dringlichkeit abgelehnt wurde. Zu guter Letzt werden den Redmondern durch die britische Competition and Markets Authority (CMA) Steine in den Weg gelegt, die allerdings bereits am heutigen Montag aus dem Weg geräumt werden könnten.

Zusammenfassung
  • Microsoft und Sony einigen sich auf 10-Jahres-Vertrag für Call of Duty-Franchise.
  • Sony lenkt ein, um Fortbestehen des beliebten Spiels auf PlayStation zu sichern.
  • Nintendo akzeptierte ähnlichen Deal für 10 Jahre.
  • Microsoft-Übernahme von Activision Blizzard kurz vor Fertigstellung.
  • FTC und CMA stellen noch Steine in den Weg.

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