Microsoft rechnet: Viele Mio. PlayStation-Spieler hätten Starfield gekauft

Microsoft hat interne Berechnungen angestellt, welche Kosten mit der Entscheidung verbunden sind, Spiele Xbox-exklusiv zu machen. Demnach hatte man alleine bei den großen Titeln Starfield und Indiana Jones mit über 10 Millionen PlayStation-Nutzern gerechnet.
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Xbox-Exklusivität: Microsoft rechnete mit Mio. PlayStation-Verkäufen

Microsoft hatte nach der Übernahme von ZeniMax entschieden, kommende große Titel des Publishers exklusiv für PC und Xbox zu veröffentlichen. In einem laufenden Gerichtsverfahren zwischen der US-Börsenaufsicht FTC und dem Konzern, findet sich in den Gerichtsdokumenten ein klarer Hinweis darauf, welche Überlegungen Microsoft zuvor angestellt hatte. Microsoft hatte demnach für "Starfield und Indiana Jones" 10 Millionen Verkäufe auf der PlayStation prognostiziert.


Wie Eurogamer ausführt, hatte Tim Stuart, CFO von Microsoft Xbox, vor Gericht ausgeführt, warum Microsoft die Prognose zu den PlayStation-Verkäufen angestellt hatte. Demnach ging es um eine wirtschaftliche Einschätzung, welche Auswirkungen durch die Entscheidung zu erwarten wären, ZeniMax-Spiele nicht auf der PlayStation zu veröffentlichen. Microsoft war zu dem Schluss gekommen, dass "die Verluste" durch zusätzliche Konsolen-Verkäufe und Einnahmen mit dem Game Pass kompensiert werden können.

Weiter ist in den Unterlagen zu lesen: "Herr Stuart sagte aus, dass Microsoft kurzfristig weniger Geld benötigte, um die finanziellen Auswirkungen der Exklusivität von ZeniMax-Spielen (...) auszugleichen." Mit anderen Worten: Das Unternehmen nimmt die entgangenen Einnahmen von Playstation-Nutzern in Kauf, um langfristig mehr Einnahmen generieren zu können.

Für sein Vorgehen erhält der Konzern auch aus ungewöhnlicher Richtung Rückendeckung: PlayStation-Chef Jim Ryan hatte zwar sein Missfallen über die Entscheidung ausgedrückt, große Titel wie Starfield nicht auf die PlayStation zu bringen, ein "wettbewerbswidriges" Verhalten sieht er darin aber nicht. "Es gefällt mir nicht, aber ich betrachte es nicht als wettbewerbswidrig", so Ryan laut IGN.

Zusammenfassung
  • Microsoft hat Kosten für Xbox-Exklusivität abgeschätzt.
  • 10 Mio. PS-Verkäufe für Starfield & Indiana Jones prognostiziert.
  • Langfristig mehr Einnahmen durch Konsolen-Verkäufe & Game Pass.
  • Microsoft nimmt entgangene Einnahmen durch PS-Nutzer in Kauf.
  • PlayStation-Chef sieht aber kein wettbewerbswidriges Verhalten.
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