Microsoft: Sony hat zehn Jahre Zeit, eigenes Call of Duty zu entwickeln
Beim Streit rund um die Microsoft-Übernahme von Activision Blizzard dreht sich vieles, wenn nicht sogar alles um Call of Duty. Denn Sony, das den Deal verhindern will, argumentiert, dass man durch eine Exklusivität einen Wettbewerbsnachteil hätte. Microsoft kontert.
Der Redmonder Konzern hat vor mittlerweile gut einem Jahr angekündigt, den Publisher Activision Blizzard übernehmen zu wollen, als Kaufpreis wurden damals 68,7 Milliarden Dollar vereinbart. Das Ganze hat ein signifikantes Aber, denn das Geschäft muss durch diverse Wettbewerbsbehörden abgesegnet werden. Dazu zählen die US-amerikanische Handelsbehörde FTC, die Wettbewerbswächter der EU sowie die britische Competition and Markets Authority (CMA).
Die Japaner stemmen sich mit aller Macht dagegen und Sony Interactive Entertainment-Chef Jim Ryan hat vor Kurzem auch zugegeben, dass man an einer Vereinbarung nicht interessiert sei, sondern das Geschäft nur verhindern will. Der Elektronikriese meint außerdem, dass Microsoft an Konkurrenten ein absichtlich fehlerhaftes Call of Duty liefern könnte.
Microsoft dementiert das natürlich und hat gegenüber der CMA nun mitgeteilt (via VGC), dass zehn Jahre mehr als fair gegenüber Sony seien, um als "führender Publisher und Konsolenplattform" einen Call of Duty-Konkurrenten zu entwickeln.
Sony sieht das sicherlich anders, denn man hat bereits gegenüber den brasilianischen Wettbewerbswächtern mitgeteilt, dass Call of Duty auf dem Gaming-Markt konkurrenzlos und einzigartig sei: "Call of Duty ist so beliebt, dass es die Wahl der Konsole beeinflusst, und die Gemeinschaft der treuen Nutzer ist so stark, dass ein Konkurrent, selbst wenn er das Budget hätte, ein ähnliches Produkt zu entwickeln, nicht mithalten könnte."
Siehe auch:
Zehn-Jahres-Lizenz für Call of Duty
Gegenüber der CMA hat sich Microsoft schon mehrfach geäußert, nun wurde eine neue Argumentationsrunde bekannt. Denn die Redmonder haben Sony einen Zehn-Jahres-Deal angeboten, so lange soll Call of Duty ohne Einschränkungen für andere Plattformen verfügbar sein, und zwar mindestens. Dazu haben sich bereits Nintendo und Nvidia (hinsichtlich Cloud-Streaming) bereit erklärt, Sony weigert sich aber bisher.Die Japaner stemmen sich mit aller Macht dagegen und Sony Interactive Entertainment-Chef Jim Ryan hat vor Kurzem auch zugegeben, dass man an einer Vereinbarung nicht interessiert sei, sondern das Geschäft nur verhindern will. Der Elektronikriese meint außerdem, dass Microsoft an Konkurrenten ein absichtlich fehlerhaftes Call of Duty liefern könnte.
Microsoft dementiert das natürlich und hat gegenüber der CMA nun mitgeteilt (via VGC), dass zehn Jahre mehr als fair gegenüber Sony seien, um als "führender Publisher und Konsolenplattform" einen Call of Duty-Konkurrenten zu entwickeln.
Sony sieht das sicherlich anders, denn man hat bereits gegenüber den brasilianischen Wettbewerbswächtern mitgeteilt, dass Call of Duty auf dem Gaming-Markt konkurrenzlos und einzigartig sei: "Call of Duty ist so beliebt, dass es die Wahl der Konsole beeinflusst, und die Gemeinschaft der treuen Nutzer ist so stark, dass ein Konkurrent, selbst wenn er das Budget hätte, ein ähnliches Produkt zu entwickeln, nicht mithalten könnte."
Zusammenfassung
- Microsoft will Activision übernehmen, muss Wettbewerbsbehörden überzeugen.
- Microsoft bietet Sony 10-Jahres-Deal für Call of Duty an.
- Sony lehnt Deal ab und will Übernahme verhindern.
- Microsoft argumentiert, 10 Jahre seien fair, um als Konkurrenz zu wachsen.
- Sony argumentiert, dass Call of Duty zu beliebt sei, um konkurrenzfähig zu werden.
- Sony will nur verhindern, dass Microsoft Activision Blizzard übernimmt.
Siehe auch:
- Klage von Gamern gegen Microsofts Activision-Übernahme abgewiesen
- EU-Zusage für Activision-Deal: Microsoft will auf Nummer sicher gehen
- Sony-Chef: "Wollen keinen Deal, nur Activision-Übernahme verhindern"
- EU gibt Quasi-OK: Microsoft ist Activision-Kauf gewaltigen Schritt näher
- Phil Spencer: Xbox gibt es auch dann, wenn Activision-Übernahme platzt
Thema:
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