Klage gegen Apple: Epic gewinnt, Epic verliert, Epic geht in Berufung
Vergangene Woche gab es im Fall Epic gegen Apple ein Urteil und beide konnten Siege wie Niederlagen für sich verbuchen. So muss Apple Entwicklern den Weg zu externen Zahlungsquellen ebnen, gleichzeitig wurde der Konzern aber vom Monopol-Vorwurf freigesprochen.
Der Fall Epic gegen Apple beschäftigte wochenlang nicht nur die Technik-Fachwelt, sondern die Öffentlichkeit im Allgemeinen. Denn im Fokus stand ein zentrales Standbein unserer heutigen digitalen Wirtschaft. Das Ergebnis bzw. Urteil ist vielschichtig und gibt beiden Seiten Grund zur Freude - tendenziell aber vor allem für Apple. Denn der Konzern aus dem kalifornischen Cupertino wurde von Richterin Gonzales Rogers vom Monopol-Vorwurf in Bezug auf den App Store freigesprochen.
Epic konnte sich auch über einen Erfolg freuen, das war allerdings der kleinere. Denn gegen Apple wurde eine dauerhafte Verfügung ausgesprochen: Demnach muss der App Store-Betreiber den Entwicklern erlauben, die Nutzer auf andere Zahlungssysteme zu verweisen - damit sie Apples 30-Prozent-Umsatzanteil an den In-App-Zahlungen umgehen können.
Das bedeutet, dass sich die Angelegenheit noch eine ganze Weile lang hinziehen dürfte. Welche Punkte Epic in der Berufung genau anspricht, ist nicht bekannt, man kann das aber aus dem ursprünglichen Urteil sicherlich gut schlussfolgern. Allerdings wird vermutlich auch Apple Einspruch einlegen, denn auch die Kalifornier dürften über den Teilsieg Epics nicht glücklich sein.
Epic zu Schadenersatz verdonnert
Mehr als das: Rogers gab der Gegenklage statt, Apple hat auf Epics Gang vor Gericht mit dem Vorwurf von Vertragsbruch geantwortet und diesem Argument gab Gonzales Rogers Recht. Epic muss als Folge einen Schadenersatz in Höhe von 3,65 Millionen Dollar bezahlen, dazu kommen 30 Prozent der Einnahmen, die Epic ab November 2020 über sein internes Zahlungssystem erzielt hat.Epic Games trollt Apple mit einem "1984" Fortnite-Video
Epic konnte sich auch über einen Erfolg freuen, das war allerdings der kleinere. Denn gegen Apple wurde eine dauerhafte Verfügung ausgesprochen: Demnach muss der App Store-Betreiber den Entwicklern erlauben, die Nutzer auf andere Zahlungssysteme zu verweisen - damit sie Apples 30-Prozent-Umsatzanteil an den In-App-Zahlungen umgehen können.
Beide nicht glücklich
Das Ende vergangene Woche bekannt gegebene Urteil war also unter dem Strich ein Erfolg für Apple und das ist auch der Grund, warum Epic nun angekündigt hat, in Berufung zu gehen (via The Verge).Das bedeutet, dass sich die Angelegenheit noch eine ganze Weile lang hinziehen dürfte. Welche Punkte Epic in der Berufung genau anspricht, ist nicht bekannt, man kann das aber aus dem ursprünglichen Urteil sicherlich gut schlussfolgern. Allerdings wird vermutlich auch Apple Einspruch einlegen, denn auch die Kalifornier dürften über den Teilsieg Epics nicht glücklich sein.
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