Netflix muss sparen und reduziert Ausgaben um 300 Millionen Dollar

Netflix hatte vor allem im Vorjahr mit einem ungewohnten Nutzer-Exodus zu kämpfen gehabt, als Reaktion hat der Streaming-Dienst Maßnahmen gegen das Teilen von Konten angekündigt. Deren Umsetzung hat sich aber verzögert und deshalb muss Netflix nun zusätzlich sparen.
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Vor einem Jahr fand sich Netflix in einer ungewohnten Situation wieder: Denn statt des in den Jahren davor gewohnten Wachstums verlor man in gleich zwei aufeinanderfolgenden Quartalen Abonnenten. Man reagierte mit einem neuen Werbe-Abo sowie einer deutlichen Verschärfung beim Thema Konto-Sharing.

Letzteres wurde zwar schon vor längerem angekündigt, doch umgesetzt wurde das erst in einigen wenigen Ländern. Das bedeutet, dass die Verschiebungen bei diesem Thema das Ausbleiben von eigentlich bereits einkalkulierten Einnahmen zur Folge hatten. Kurzum: Das Geld fehlt. Infografik Video-Streaming: Die Netflix-Serien mit den meisten Streaming-StundenVideo-Streaming: Die Netflix-Serien mit den meisten Streaming-Stunden

Keine Entlassungen bei Netflix

Laut einem Bericht des Wall Street Journals (WSJ) hat das zur Folge, dass Netflix nun 300 Millionen Dollar einsparen muss. Konkret wurden Führungskräfte in einer vor Kurzem stattgefundenen internen Sitzung aufgefordert, in der nächsten Zeit "vorsichtig" mit Ausgaben umzugehen. Das betrifft unter anderem Neueinstellungen, allerdings wurde kein dezidierter Einstellungsstopp ausgesprochen, auch zusätzliche Entlassungen soll es vorerst nicht geben.

Die genannten 300 Millionen Dollar klingen nach viel, sind aber im Vergleich zu den Ausgaben, die Netflix ansonsten alljährlich hat, sprichwörtlich Peanuts. Im vergangenen Jahr alleine beliefen sich die Betriebskosten des Streaming-Dienstes auf rund 26 Milliarden Dollar.

Netflix hat viele Jahre lang auf eine Wachstumsstrategie gesetzt, diese war aber zuletzt aufgrund immer größer werdender Konkurrenz nicht länger tragbar. Das ist auch der Grund, warum man mittlerweile versucht, Nutzer, die bisher bei einem anderen Konto "mitschwammen", zu zahlenden Abonnenten umzuwandeln. Ob das gelingt, wird sich aber erst zeigen, denn beispielsweise in Spanien sind diese Maßnahmen nach hinten losgegangen.

Die Netflix-Highlights im Mai 2023 Neue Serien und Filme im Überblick Siehe auch:
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