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Netflix: Konto-Sharing weiterhin ohne Konsequenzen möglich

Wer sich auf Netflix' Maßnahmen gegen das Teilen von Pass­wör­tern nicht einlässt, muss scheinbar mit weniger Kon­se­quen­zen rech­nen als zuvor angenommen. Kon­ten-Sper­run­gen oder gar Kün­di­gun­gen schließt der Streaming-Dienst vor­erst aus, wie aus einem State­ment hervorgeht.
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Dima Solomin / Unsplash
Nach der Ankündigung des Anti-Konto-Sharings in Deutschland können hierzulande bis zu 28 Euro pro Monat fällig werden, wenn das Netflix Premium-Abo mit zwei weiteren Haushalten geteilt werden soll. Ein Aufpreis, den nicht alle Abonnenten bereit sind zu zahlen. Doch eine Umstellung auf einen Account mit sogenannten Zusatzmitgliedern scheint aufgrund fehlender Konsequenzen gar nicht nötig zu sein.

Wie Netflix in einer Stellungnahme gegenüber Golem.de versichert, droht Kunden, die gegen die neuen Konto-Sharing-Richtlinien verstoßen, "keine Kündigung oder irgendeine sonstig geartete Form von Konsequenz". Allerdings gilt die somit mögliche Narrenfreiheit nur dann, soweit dem Account noch keine Zusatzmitglieder hinzugefügt wurden. Infografik Video-Streaming: Netflix baut ab, Disney+ schließt aufVideo-Streaming: Netflix baut ab, Disney+ schließt auf

Wer aufrichtig ist, erhält sogar mehr Einschränkungen

Die Umstellung auf ein neues Multi-Haushalt-Konto zu Preisen von monatlich 4,99 Euro pro Zusatzmitglied geht damit einher, dass der Vertragsnehmer ein Haushaltskonto und somit einen Hauptstandort definiert. Erst durch diesen Schritt werden alle Zugänge von fremden Standorten, die weder dem Haushaltskonto noch den Zusatzmitgliedern zugeordnet werden können, verwehrt. Wer beim alten System bleibt und das Netflix-Passwort weiterhin teilt, läuft scheinbar keine Gefahr und kann die Zusatzgebühren ohne Konsequenzen umgehen.

Ausnahmen gelten weiterhin für mobile Geräte (z.B. Smartphones und Tablets), die sich per Mobilfunk oder WLAN-Hotspots mit dem Netflix-Account verbinden. Da diese in den meisten Fällen nicht direkt mit dem Haushaltskonto in Verbindung gebracht werden können, lässt Netflix seine Kunden auch hier an der langen Leine spazieren. Sonderfälle zeigen sich zudem bei längerfristigen Auslandsaufenthalten, im Urlaub oder bei Umzügen. Hierfür stehen diverse Wege zur Verfügung, die auf den Support-Seiten des Streaming-Dienstes erläutert werden.

Es bleibt abzuwarten, ob Netflix an dieser Einstellung festhält oder zu einem späteren Zeitpunkt die Daumenschrauben anzieht. Bisher gilt, dass kein Konto "ohne Ankündigung gesperrt" wird.

Zusammenfassung
  • Netflix-Sharing ohne Kündigung oder Konsequenzen.
  • Teilen des Passworts kann ohne Gefahr weiterhin genutzt werden.
  • Sonderfälle werden auf den Support-Seiten erläutert.
  • Netflix ändert die Einstellung vorerst nicht.
  • Konten werden nicht "ohne Ankündigung gesperrt".

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