Fortnite wird olympisch - doch das IOC blamiert sich dabei gewaltig

Für viele vor allem junge Menschen ist E-Sport ein wichtiger Teil ihrer Freizeit, so manche*r macht das sogar zum Beruf. Das weiß man auch beim Internationalen Olympischen Komitee (IOC) und "expandiert" auch ins Gaming. Doch dabei macht man keine gute Figur.
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IOC
An sich klingt es wie eine gute Nachricht: Das IOC hat schon vor Jahren erkannt, dass man um E-Sport nicht mehr herumkommt. Das ist an sich eine erfreuliche Entwicklung, zumindest oberflächlich betrachtet. Das Wie ist hingegen eine andere Sache. Denn mit den populären bzw. "klassischen" E-Sport-Disziplinen haben die alten Männer des IOC nach wie vor Probleme.

So hat der Deutsche Olympische Sportbund noch vor einigen Jahren sogar per Gutachten argumentiert, dass E-Sport kein "richtiger Sport" sei und man damit auch möglichst nichts zu tun haben will. Beim Internationalen Olympischen Komitee ist man immerhin ein Stück weiter und hat nun Details zur ersten "Olympischen E-Sport-Woche" bekannt gegeben, diese wird vom 22. bis 25. Juni 2023 in Singapur stattfinden.


Wer dort aber Games sucht, die die Massen ansonsten zu E-Sport-Veranstaltungen anlocken, der wird enttäuscht. Denn Szene-Giganten wie Counter-Strike 2 oder League of Legends sucht man dort vergebens, diese sind und bleiben für das IOC zu gewalttätig.

Fortnite "extra light"

Deshalb konnte man durchaus etwas überrascht sein, als bekannt gegeben wurde, dass in Singapur auch Fortnite gespielt wird. Denn trotz der Comic-Optik wird auch hier auf virtuelle Figuren und entsprechend andere Menschen geschossen.

Des Rätsels Lösung: Mit dem herkömmlichen Fortnite hat die olympische Variante praktisch nichts zu tun, wie das IOC in einer Mitteilung erläutert: "Eine speziell gestaltete Fortnite-Kreativinsel, die dem sportlichen Schießwettbewerb nachempfunden ist, wird die Zielgenauigkeit von Scharfschützen auf die Probe stellen und sie dabei begleiten, sich in der Spielumgebung zurechtzufinden, während sie um den Sieg in der Olympic E-Sports Series kämpfen." Bei Fortnite- und E-Sport-Fans kommt das alles andere als gut an, entsprechend reagierte die Szene mit einer Mischung aus Ärger, aber vor allem viel Spott.

Zusammenfassung
  • IOC erkennt E-Sport an und führt "Olympische E-Sport-Woche" ein
  • DOSB argumentiert, dass E-Sport kein "richtiger Sport" sei
  • "Olympische E-Sport-Woche" vom 22. bis 25. Juni 2023 in Singapur
  • Szene-Giganten wie CS oder LoL werden nicht gespielt - zu gewalttätig
  • Fortnite wird gespielt, aber in einer speziell gestalteten Variante
  • Reaktion der Szene auf IOC-Entscheidung: Mischung aus Ärger und Spott

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