Google wirft Microsoft Monopol-Gehabe bei Cloud-Diensten vor
Die Lobbyisten der großen Technologiekonzerne argumentieren gern mit Dingen, die ihnen selbst häufig vorgeworfen werden. Jetzt ist Google an der Reihe, denn der größte Online-Werbevermarkter der Welt und Suchmaschinenbetreiber wirft Microsoft vor, sich bei Cloud-Diensten wie ein Monopolist aufzuführen.
Wie die Nachrichtenagentur Reuters kürzlich meldete, ist man bei Google der Meinung, dass Microsoft seine Marktmacht im Bereich des Cloud-Hostings gegen andere Anbieter illegal ausnutzt. Amid Zavery, der als Vice President of Google Cloud für die konkurrierenden Angebote von Google zuständig ist, ist überzeugt, dass Microsoft "definitiv eine sehr wettbewerbsfeindliche Einstellung" bei Cloud-Produkten hat.
Dass Microsoft nun Übereinkünfte mit kleineren Anbietern schließe, sei ein weiterer Indikator für die Dominanz des Konzerns aus Seattle. Erst vor Kurzem hatte Microsoft sich mit dem französischen Cloud-Hoster OVH und einigen anderen Anbietern auf eine Zusammenarbeit geeinigt, damit diese ihre Beschwerden bei der EU-Wettbewerbskommission fallen lassen.
Microsoft erkaufe sich die Gunst einzelner Konkurrenten, die zuvor Beschwerde eingereicht hatten, biete die für sie geltenden Konditionen aber nicht gegenüber anderen Kunden an, so Zavery weiter. Damit verschaffe sich Microsoft einen unfairen Vorteil, binde die Beschwerdeführer aber dennoch an sich. Der Google-Manager beteuerte, dass seine Äußerungen sich auf den gesamten Cloud-Markt beziehen und nicht nur auf Google.
Die "Cloud" sei ein offenes, flexibles Konzept, um Software einzusetzen und den Kunden mehr Wahlmöglichkeiten zu bieten, womit sie ihre Software leichter auf beliebige Art und Weise einsetzen könnten. Hintergrund sind mehrere Untersuchungen von Wettbewerbshütern, die auf Beschwerden diverser Microsoft-Konkurrenten zurückgehen. Unter anderem prüft derzeit die EU, ob Microsoft mit seiner Bündelung von Diensten und Software illegal handelt.
Siehe auch:
Deals mit kleineren Cloud-Hosting-Anbietern sind Beweis für Dominanz
Microsoft nutze seine dominierende Stellung bei lokal genutzten Software-Produkten, Office 365 und Windows, um Azure und seine anderen Cloud-Services mitzuvermarkten und die Wahlfreiheit der Kunden einzuschränken, kommentierte Zavery. Kunden von Google würden immer wieder über die Praxis der Bündelung diverser Produkte durch Microsoft berichten, wobei die Redmonder auch Einschränkungen durch die Preisgestaltung und Lizenzierung schaffen würden, sodass die Kunden Schwierigkeiten hätten, einen anderen Anbieter zu wählen.Dass Microsoft nun Übereinkünfte mit kleineren Anbietern schließe, sei ein weiterer Indikator für die Dominanz des Konzerns aus Seattle. Erst vor Kurzem hatte Microsoft sich mit dem französischen Cloud-Hoster OVH und einigen anderen Anbietern auf eine Zusammenarbeit geeinigt, damit diese ihre Beschwerden bei der EU-Wettbewerbskommission fallen lassen.
Microsoft erkaufe sich die Gunst einzelner Konkurrenten, die zuvor Beschwerde eingereicht hatten, biete die für sie geltenden Konditionen aber nicht gegenüber anderen Kunden an, so Zavery weiter. Damit verschaffe sich Microsoft einen unfairen Vorteil, binde die Beschwerdeführer aber dennoch an sich. Der Google-Manager beteuerte, dass seine Äußerungen sich auf den gesamten Cloud-Markt beziehen und nicht nur auf Google.
Die "Cloud" sei ein offenes, flexibles Konzept, um Software einzusetzen und den Kunden mehr Wahlmöglichkeiten zu bieten, womit sie ihre Software leichter auf beliebige Art und Weise einsetzen könnten. Hintergrund sind mehrere Untersuchungen von Wettbewerbshütern, die auf Beschwerden diverser Microsoft-Konkurrenten zurückgehen. Unter anderem prüft derzeit die EU, ob Microsoft mit seiner Bündelung von Diensten und Software illegal handelt.
Zusammenfassung
- Google beschuldigt Microsoft, sich bei Cloud-Diensten wie ein Monopolist aufzuführen.
- Microsoft soll seine Marktmacht ausnutzen.
- Kunden sollen durch Preisgestaltung und Lizenzierung eingeschränkt werden.
- Microsoft schließt Übereinkünfte mit kleineren Anbietern, um Beschwerden abzuwehren.
- Google: Cloud soll Software vereinfachen und mehr Wahlmöglichkeiten bieten.
- EU prüft, ob Microsoft mit Bündelung von Diensten und Software illegal handelt.
Siehe auch:
- Frieden in der Cloud: Microsoft kurz vor Einigung mit Hosting-Anbietern
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- Microsoft plant "Windows 365 Frontline" - Cloud-PCs, aber billiger
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