Google: Microsoft baut den nächsten Walled Garden für seine Kunden
Es heißt gewöhnlich, eine Krähe hacke der anderen kein Auge aus. Davon ist im Umgang der großen Tech-Konzerne miteinander aber wenig zu sehen. Google versucht aktuell einen neuen Vorstoß zu unternehmen, um die Entwicklung des Geschäfts Microsofts einzuhegen.
Zavery sieht daraus allerdings nicht nur Probleme für die Nutzer erwachsen, wenn sie eben verschiedene Cloud-Dienste nutzen wollen. Auch auf die Entwicklung neuer Technologien werde dies Auswirkungen haben - insbesondere natürlich auf die generative KI.
"Wenn die Microsoft-Cloud nicht offen bleibt, werden wir Probleme und langfristige Probleme bekommen, sogar bei Technologien der nächsten Generation wie der künstlichen Intelligenz, weil Microsoft die Kunden in vielerlei Hinsicht zwingt, zu Azure zu gehen", sagte Zavery. "Ich denke, die Regulierungsbehörden müssen eine Art Anleitung geben und vielleicht auch Vorschriften erlassen, die die Art und Weise steuert, wie Microsoft das Azure-Cloud-Geschäft aufbaut."
Microsoft-President Brad Smith spielte den Ball auf dem Mobile World Congress sogar komplett zurück: "Heute ist nur ein Unternehmen vertikal so integriert, dass es alle KI-Ebenen von den Chips bis zu einem florierenden mobilen App-Store umfasst", sagte er gestern in Barcelona.
Siehe auch:
- Krähen-Metapher für harten Wettbewerb unter Tech-Giganten
- Google wirft Microsoft Cloud-Monopolisierung vor
- Amit Zavery von Google befürchtet Einfluss auf KI-Entwicklung
- Microsoft behauptet, Wettbewerb im Cloud-Markt sei gesund
- Microsoft-Sprecher verweist auf Gewinne gegenüber AWS
- Microsoft-President sieht Google als vertikal integrierten Konzern
- Regulierungsbehörden sollen laut Google Microsofts Cloud-Strategie steuern
Immer wieder auf Monopol-Kurs
"Wir machen uns Sorgen darüber, dass Microsoft seine jahrzehntelangen Praktiken, mit denen es bereits ein Monopol auf die lokal installierte Software schuf, nun auch auf die Cloud ausdehnen will", sagte Amit Zavery, Vice President von Google Cloud, in einem Interview mit der Nachrichtenagentur Reuters. "So schaffen sie diesen Walled Garden, der vollständig von Microsoft kontrolliert wird."Zavery sieht daraus allerdings nicht nur Probleme für die Nutzer erwachsen, wenn sie eben verschiedene Cloud-Dienste nutzen wollen. Auch auf die Entwicklung neuer Technologien werde dies Auswirkungen haben - insbesondere natürlich auf die generative KI.
"Wenn die Microsoft-Cloud nicht offen bleibt, werden wir Probleme und langfristige Probleme bekommen, sogar bei Technologien der nächsten Generation wie der künstlichen Intelligenz, weil Microsoft die Kunden in vielerlei Hinsicht zwingt, zu Azure zu gehen", sagte Zavery. "Ich denke, die Regulierungsbehörden müssen eine Art Anleitung geben und vielleicht auch Vorschriften erlassen, die die Art und Weise steuert, wie Microsoft das Azure-Cloud-Geschäft aufbaut."
Microsoft widerspricht
Microsoft wies die Einlassungen des Google-Managers allerdings zurück. "Wie die neuesten unabhängigen Daten zeigen, bleibt der Wettbewerb zwischen den Cloud-Hyperscalern gesund", sagte ein Microsoft-Sprecher. "Im Jahr 2023 haben Microsoft und Google leichte Gewinne gegenüber AWS erzielt, das weiterhin mit großem Abstand Weltmarktführer bleibt."Microsoft-President Brad Smith spielte den Ball auf dem Mobile World Congress sogar komplett zurück: "Heute ist nur ein Unternehmen vertikal so integriert, dass es alle KI-Ebenen von den Chips bis zu einem florierenden mobilen App-Store umfasst", sagte er gestern in Barcelona.
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Christian KahleRedakteur für Forschung, Energie und Raumfahrt
Begleitet die IT-Branche seit dem Dotcom-Boom, Informatik studierte er in Berlin. Sein Spektrum reicht von Quantencomputern über Solarstrom bis zur Raumfahrt.
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