eBay streicht Gebühren und Provisionszahlungen für Privatverkäufer
eBay ist in den letzten Jahren immer weiter unter Druck oder besser gesagt die Räder gekommen. Denn die einstige Auktionsplattform geriet gegenüber Amazon ins Hintertreffen. Nun reagiert das Unternehmen, denn in Deutschland werden die Gebühren für Privatauktionen gestrichen.
Der Online-Händler eBay ist zweifellos ein Urgestein des Internets und löste einst einen regelrechten Boom von Privatverkäufen aus. Doch dieses Geschäft ist in den vergangenen Jahren stark zurückgegangen, eBay hat sich auch immer mehr zu einer normalen Handelsplattform wie Amazon gewandelt. Doch das Geschäft läuft seit Jahren nicht besonders und nun reagiert das Unternehmen.
Aktuell - also de facto noch bis heute - erhält eBay von privaten Verkäufern eine Grundgebühr von 35 Cent. Dazu kommt dann eine Provision von elf Prozent, diese werden über den Gesamtwert der Transaktion berechnet. Dieser Schritt betrifft allerdings nur Privatpersonen, wer seinen Lebensunterhalt (teilweise) über die Plattform verdient, für den ändert sich nichts. Denn für gewerbliche Händler bleiben die bisherigen Provisionsregelungen bestehen - und die machen immerhin insgesamt rund 80 Prozent des eBay-Umsatzes aus.
Dieser Verzicht auf die Provision ist derzeit ein Pilotversuch, das Handelsunternehmen will in Deutschland testen, ob man damit für Impulse auf der gesamten Plattform sorgen kann. Bei eBay ist man jedenfalls "absolut überzeugt", dass diese Maßnahme "zu signifikantem und nachhaltigem Wachstum in Deutschland führen wird", so der Deutschlandchef. Kurzfristig rechnet eBay mit einem gewissen Umsatzrückgang, das soll sich aber mittelfristig positiv auswirken.
Siehe auch:
Änderung des Geschäftsmodells
Denn gegenüber dem Handelsblatt gab eBay eine für seine Verhältnisse radikale Änderung des Geschäftsmodells bekannt: "Ab dem 1. März sind bei uns die privaten Verkäufe komplett kostenlos, sowohl für Verkäufer wie Käufer", sagte Deutschlandchef Oliver Klinck gegenüber der Wirtschaftszeitung. Infografik Online-Marktplatz eBay: 3, 2, 1 - Ich kaufe woanders
Aktuell - also de facto noch bis heute - erhält eBay von privaten Verkäufern eine Grundgebühr von 35 Cent. Dazu kommt dann eine Provision von elf Prozent, diese werden über den Gesamtwert der Transaktion berechnet. Dieser Schritt betrifft allerdings nur Privatpersonen, wer seinen Lebensunterhalt (teilweise) über die Plattform verdient, für den ändert sich nichts. Denn für gewerbliche Händler bleiben die bisherigen Provisionsregelungen bestehen - und die machen immerhin insgesamt rund 80 Prozent des eBay-Umsatzes aus.
Dieser Verzicht auf die Provision ist derzeit ein Pilotversuch, das Handelsunternehmen will in Deutschland testen, ob man damit für Impulse auf der gesamten Plattform sorgen kann. Bei eBay ist man jedenfalls "absolut überzeugt", dass diese Maßnahme "zu signifikantem und nachhaltigem Wachstum in Deutschland führen wird", so der Deutschlandchef. Kurzfristig rechnet eBay mit einem gewissen Umsatzrückgang, das soll sich aber mittelfristig positiv auswirken.
Zusammenfassung
- eBay reagiert auf schwaches Geschäft: Keine Gebühren für Privatauktionen.
- Pilotversuch in Deutschland: Verzicht auch auf Provision.
- Gewerbliche Händler zahlen weiterhin.
- Kurzfristiger Umsatzrückgang, mittelfristig positive Auswirkungen.
- eBay will Impulse auf gesamter Plattform erzeugen.
- Unternehmen überzeugt, dass Maßnahme zu Wachstum führt.
- eBay einstiger Boom-Auslöser, aber Rückgang im Geschäft.
Siehe auch:
- Achtung Hobby-Händler: eBay & Co. müssen Finanzamt Meldung machen
- eBay-Kleinanzeigen: Polizei nimmt Fake-Anbieter von Grafikkarten fest
- Kritiker in Mafia-Manier belästigt: Ehemalige eBay-Manager verurteilt
- BGH: In eBay-Bewertungen sind Samthandschuhe nicht zwingend nötig
- Ebay Kleinanzeigen warnt vor fiesen Betrugsmaschen in Stellenanzeigen
Witold PryjdaSenior Redakteur
Seit 1996 im Journalismus, ausgebildet an der Österreichischen Medienakademie. Sein Spektrum reicht von Robotern und KI über E-Autos bis zur Militärtechnik.
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