Klage gegen VW wegen Verbrenner-Produktion scheitert - erneut
An sich gilt der VW im Hinblick auf Elektromobilität als vorbildlich und gilt diesbezüglich als Marktführer unter den deutschen Herstellern. Dennoch wurden die Wolfsburger von einem Biobauer verklagt. Dieser wollte, dass VW die Produktion von Verbrennern einstellt - ohne Erfolg.
Man kann Volkswagen sicherlich in so mancher Hinsicht kritisieren, dass der Wolfsburger Konzern aber stur an Verbrennern festhält, kann man ihm sicher nicht vorwerfen. Dennoch wurde VW deswegen verklagt. Ein Biobauer aus Detmold namens Ulf Allhoff-Cramer wollte - unterstützt von der Umweltorganisation Greenpeace - gerichtlich durchsetzen, dass Volkswagen sein Verbrennergeschäft mehr oder weniger sofort stark reduzieren und spätestens 2030 komplett aufgeben soll.
Der Biobauer hatte zuvor argumentiert, dass der Klimawandel sein Eigentum sowie seine Gesundheit bedrohe und dies in direktem Zusammenhang mit Verbrennern stehe - für die VW maßgeblich mitverantwortlich sei.
Allerdings folgten die Richter dieser Ansicht nicht: So habe der Kläger nicht darlegen können, welche konkreten Beeinträchtigungen ihn noch treffen können, die nicht ohnehin schon eingetreten seien. Dazu komme, so das Gericht, dass eine Einstellung der Verbrennerproduktion diese negativen Auswirkungen nicht zwangsläufig rückgängig machen könne.
Schließlich hieß es auch noch, dass man einem Hersteller nicht vorschreiben könne, ausschließlich auf Elektro zu setzen, da auch Brennstoffzellen eine Alternative zu Benzin und Diesel seien. Der Kläger sowie Greenpeace kritisierten die Entscheidung und meinten, dass das Gericht die Klimakrise nicht verstanden hätte.
Siehe auch:
Greenpeace ist bereits zuvor gescheitert
Wem das bekannt vorkommt, täuscht sich nicht, denn bereits Mitte Januar ist Greenpeace selbst mit einer fast identischen Klage gescheitert. Nun traf dieses Schicksal auch den Landwirt, denn seine Klage wurde vom Landgericht Detmold abgewiesen (via Tagesschau).Der Biobauer hatte zuvor argumentiert, dass der Klimawandel sein Eigentum sowie seine Gesundheit bedrohe und dies in direktem Zusammenhang mit Verbrennern stehe - für die VW maßgeblich mitverantwortlich sei.
Allerdings folgten die Richter dieser Ansicht nicht: So habe der Kläger nicht darlegen können, welche konkreten Beeinträchtigungen ihn noch treffen können, die nicht ohnehin schon eingetreten seien. Dazu komme, so das Gericht, dass eine Einstellung der Verbrennerproduktion diese negativen Auswirkungen nicht zwangsläufig rückgängig machen könne.
Schließlich hieß es auch noch, dass man einem Hersteller nicht vorschreiben könne, ausschließlich auf Elektro zu setzen, da auch Brennstoffzellen eine Alternative zu Benzin und Diesel seien. Der Kläger sowie Greenpeace kritisierten die Entscheidung und meinten, dass das Gericht die Klimakrise nicht verstanden hätte.
Zusammenfassung
- Biobauer verklagt VW-Konzern.
- Biobauer wollte gerichtlich durchsetzen, dass VW Verbrennerproduktion einstellt.
- Kläger argumentiert, Klimawandel bedrohe sein Eigentum & Gesundheit.
- Klage abgewiesen, da pers. Beeinträchtigungen nicht nachweisbar.
- Einstellung von Verbrennern kann Wandel nicht zwangsläufig rückgängig machen.
- Kläger & Greenpeace kritisieren Entscheidung, Gericht versteht Klimakrise nicht.
Siehe auch:
- Reichweitenverlust: VW steht ohne Wärmepumpen für E-Autos da
- Neue "Re-Importe": Ärger um chinesische VW ID-Modelle in Europa
- Klima-Klage gegen VW: Konzern soll Verbrenner-Verkauf 2030 stoppen
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