ChatGPT: Magazine und Verlage werden mit KI-Texten geflutet

Was angesichts der allgemeinen Verfügbarkeit des KI-Tools ChatGPT zu erwarten war, ist eingetreten: Zahlreiche Nutzer versuchen derzeit, mit schnell generierten Texten Geld zu verdienen - und einige Verlage ergreifen bereits Gegenmaßnahmen.
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Eine der ersten Reaktionen kam jetzt vom auf Science-Fiction spezialisierten Clarkesworld Magazine. Dieses wird von den Fans des Genres geschätzt, weil in ihm stets verschiedenste Kurzgeschichten zu finden sind. Diese können von Hobby-Autoren eingesandt werden und bei einer Veröffentlichung winkt ein Honorar von 12 Cent pro Wort. Statt selbst kreativ zu sein, versuchen inzwischen immer mehr Einsender, mit KI-generierten Texten Erfolg zu haben.

Neil Clarke, Redakteur des Magazins und für die Kurzgeschichten zuständig, wollte auf Nachfrage der Kollegen vom PC Mag nicht ausführen, wie er die KI-generierten Geschichten erkennt. Er habe "nicht vor, diesen Leuten zu helfen, damit sie weniger wahrscheinlich erwischt werden". Dennoch sagte er, dass die KI-Werke "einige sehr offensichtliche Muster" aufweisen. Allerdings werde die Technologie immer besser und die Erkennung schwieriger. Vorerst hat das Magazin die Annahme neuer Geschichten komplett gestoppt.


KI-Flut auch bei Amazon

Ganz ähnlich sieht es derzeit auch in der Amazon-Abteilung aus, in der unabhängig von Verlagen Texte und Bücher von Autoren selbst herausgegeben und verkauft werden können. Aktuell gibt es bereits über 200 Angebote im Kindle-Store, bei denen ChatGPT offen als Co-Autor angegeben wird, berichtet die Nachrichtenagentur Reuters. Es gibt sogar Ratgeber-Bücher darüber, wie man ChatGPT verwendet, die komplett von ChatGPT verfasst wurden. Da es aber auch diverse Publikationen gibt, deren Autoren nicht so ehrlich sind, lässt sich die Menge der KI-generierten E-Books kaum genau beziffern.

Über den Selbstverlag lassen sich in der Regel auch keine besonders umfangreichen Einnahmen erzielen. Daher war die Plattform bisher eher etwas für Enthusiasten, denen es letztlich egal war, ob sich der Aufwand ihrer Autoren-Tätigkeit auch wirklich finanziell lohnt. Mit der KI lassen sich allerdings binnen weniger Stunden komplette Werke verfassen und publizieren, sodass es durchaus ein einträgliches Geschäft ist, wenn diese letztlich nur wenige hundert Dollar einspielen.

Darüber, wie der Einsatz der KI zu bewerten sei, gibt es unterschiedliche Ansichten. Für so manchen Leser dürfte es letztlich egal sein, ob ein Text nun von einem menschlichen Autor oder einer KI geschrieben wurde, wenn sich beide Varianten qualitativ auf einem ähnlichen Niveau bewegen. Autorenverbände sehen allerdings die Gefahr, dass die computergenerierten Texte noch einmal einen ordentlichen Teil der ohnehin nicht gerade üppigen Gelder aus dem Markt ziehen.

Zusammenfassung
  • Clarkesworld Magazine stoppt Annahme neuer Geschichten wegen KI-Texten.
  • Amazon Kindle-Store bietet über 200 Werke mit KI-Co-Autor an.
  • Autorenverbände befürchten Einnahmeverlust durch KI-Texte.
  • Redakteur erkennt KI-Werke anhand offensichtlicher Muster.
  • Leser können KI-Texte vom Menschen-Autor nicht unterscheiden.

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