Polizei knackt Krypto-Messenger Exclu - zahlreiche Verhaftungen folgten
Europäischen Polizeibehörden ist es gelungen, die Verschlüsselung eines weiteren Messengers zu knacken, der vor allem von Kriminellen genutzt wurde. Auf diesen Erfolg folgten nun zahlreiche Verhaftungen in mehreren Ländern.
Die Ermittlungen rund um den Messenger namens "Exclu" begannen im Herbst 2020, berichtete die Nachrichtenagentur AFP unter Berufung auf niederländische Behörden. Inzwischen ist die gesamte Plattform geschlossen worden und gegen viele Nutzer werden Ermittlungsverfahren geführt. So kam es beispielsweise zu 79 Durchsuchungen in Belgien, Deutschland und den Niederlanden.
Zuvor hatten die Ermittler über fünf Monate lang die Kommunikation auf der Plattform verfolgt und die Nachrichten ausgewertet. Überdies galt es natürlich noch, die Personen hinter den Mitteilungen zu identifizieren. Daran waren neben den Behörden aus den genannten Ländern auch Behörden aus Frankreich, Italien und Schweden sowie Europol beteiligt.
Exclu funktionierte wie ein normaler Messenger und ermöglichte den Austausch von Nachrichten, Fotos, Notizen, Sprachnotizen, Chats und Videos mit anderen Nutzern. Alles sollte aber massiv vor einer Beobachtung durch Dritte geschützt sein. Billig war dies nicht zu haben: Eine Lizenz für sechs Monate kostete immerhin 800 Euro. Trotzdem nutzten immerhin rund 3000 Personen die Plattform, um mit möglichen Geschäftspartnern zu kommunizieren, allein 750 von ihnen kamen wohl aus den Niederlanden.
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Zuvor hatten die Ermittler über fünf Monate lang die Kommunikation auf der Plattform verfolgt und die Nachrichten ausgewertet. Überdies galt es natürlich noch, die Personen hinter den Mitteilungen zu identifizieren. Daran waren neben den Behörden aus den genannten Ländern auch Behörden aus Frankreich, Italien und Schweden sowie Europol beteiligt.
Umfangreiche Funde
Bei den Razzien wurden nach Angaben der niederländischen Polizei mindestens zwei Drogenlabore, eine Kokainverarbeitungsanlage, mehrere Kilogramm Drogen, vier Millionen Euro in bar, Luxusgüter und Waffen sichergestellt. Bis heute gab es außerdem 42 Verhaftungen, zu denen neben Nutzern auch die Betreiber der Messenger-Plattform gehören. Zu wie vielen Verurteilungen dies dann führen wird, bleibt abzuwarten.Exclu funktionierte wie ein normaler Messenger und ermöglichte den Austausch von Nachrichten, Fotos, Notizen, Sprachnotizen, Chats und Videos mit anderen Nutzern. Alles sollte aber massiv vor einer Beobachtung durch Dritte geschützt sein. Billig war dies nicht zu haben: Eine Lizenz für sechs Monate kostete immerhin 800 Euro. Trotzdem nutzten immerhin rund 3000 Personen die Plattform, um mit möglichen Geschäftspartnern zu kommunizieren, allein 750 von ihnen kamen wohl aus den Niederlanden.
Zusammenfassung
- Europäische Polizeibehörden knacken Verschlüsselung von Messenger "Exclu".
- Zahlreiche Verhaftungen, Durchsuchungen und Beschlagnahmungen in mehreren Ländern.
- Ermittlungen liefen seit Herbst 2020, Plattform inzwischen geschlossen.
- 42 Verhaftungen, darunter Nutzer und Betreiber.
- Rund 3000 Nutzer, Lizenz für 6 Monate kostete 800 Euro.
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Christian Kahle
Redakteur bei WinFuture
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