PC-Markt: Intel "stolpert", schlittert in eine rekordverdächtige Krise
In der gesamten Tech-Branche läuft es derzeit nicht besonders gut, das bedeutet in der Regel, dass die Umsätze und Gewinne sinken. Den Chiphersteller Intel hat es hingegen "richtig" erwischt, denn man hat einen Rekord aufgestellt - aber im Negativen.
Derzeit herrscht auf dem PC-Markt so etwas wie Endzeitstimmung, denn die Verkäufe sind gegen Ende des Vorjahres richtiggehend abgestürzt. Das hat für Firmen wie Microsoft negative Folgen, für Intel sind sie indes eine regelrechte Katastrophe. Denn der Chiphersteller ist natürlich eng an diese Verkäufe gebunden und hat nun einen rekordverdächtigen Absturz hingelegt.
Über das gesamte Jahr gesehen sieht die Sache nur geringfügig besser aus: Intel gab für 2022 einen Umsatz von zusammengerechnet 63,1 Milliarden bekannt, das ist ein Minus von 20 Prozent. Der Gewinn betrug acht Milliarden Dollar, der Halbleiterhersteller konnte sich also noch gerade so in den schwarzen Zahlen halten - der Rückgang betrug hier aber satte 60 Prozent.
Siehe auch:
Intels mieses Jahr 2022
Intel gab gestern Abend seine Quartalszahlen für das vierte Quartal des Vorjahres bekannt. Diese fallen gegen Ende des Jahres in der Regel gut aus, da auch ein Unternehmen wie Intel vom Weihnachtsgeschäft profitiert. Doch im vierten Quartal 2022 schrieb Intel einen Umsatz von 14 Milliarden Dollar, das sind 32 Prozent weniger als im Quartal ein Jahr davor. Beim Nettogewinn rutschte Intel sogar in die roten Zahlen, das Minus betrug 700 Millionen Dollar.Über das gesamte Jahr gesehen sieht die Sache nur geringfügig besser aus: Intel gab für 2022 einen Umsatz von zusammengerechnet 63,1 Milliarden bekannt, das ist ein Minus von 20 Prozent. Der Gewinn betrug acht Milliarden Dollar, der Halbleiterhersteller konnte sich also noch gerade so in den schwarzen Zahlen halten - der Rückgang betrug hier aber satte 60 Prozent.
"Wir sind gestolpert"
Kurz zusammengefasst: Viele Zahlen stellen Allzeit-Negativrekorde dar. Und der Ausblick ist alles andere als rosig, auch wenn sich Intel-Chef Pat Gelsinger bei der anschließenden Telefonkonferenz mit Anlegern um einen positiven Spin bemühte: "Wir sind gestolpert, ja, wir haben Anteile verloren, wir haben an Schwung verloren. Wir denken aber, dass sich das dieses Jahr stabilisiert." Letzteres ist aber sicherlich Zweckoptimismus, denn eine baldige Erholung des PC-Marktes ist eher nicht zu erwarten.
Zusammenfassung
- Intel verzeichnet Umsatz- und Gewinnrückgänge von 32% bzw. 60%.
- Weihnachtsgeschäft bringt Intel keinen Gewinn.
- 4. Quartal 2022 mit Umsatz-Minus von 14 Mrd. und 700 Mio. Verlust.
- 2022 Gesamtumsatz von 63,1 Mrd. und Gewinn von 8 Mrd.
- Intel-Rekord: Allzeit-Negativrekorde in Umsatz und Gewinn.
- PC-Markt in Endzeitstimmung, Verkäufe abgestürzt.
Siehe auch:
- Sanktionen: Intel liefert wieder Treiber-Updates an Russland aus
- Aktuell der Schnellste: Intels neue CPU erreicht 6GHz ohne Übertaktung
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