Mitten in der Inflation: Intel zahlt seinen Mitarbeitern weniger Geld
Während hierzulande in den anstehenden Tarifrunden darüber gestritten wird, wie viel die Beschäftigten angesichts der zahlreichen Teuerungen mehr bekommen sollten, streicht Intel seinen Mitarbeitern erst einmal die Gehälter zusammen.
Mitarbeiter aus allen Bereichen des Unternehmens haben bestätigt, dass das Unternehmen drastische Kürzungen vornimmt, die sich auf die Vergütung und die Leistungen gegenüber den Mitarbeitern auswirken. Dies wirkt sich unterschiedlich stark aus, allerdings stehen die Betroffenen nun am Ende mit mindestens 5 Prozent weniger Geld da, berichtet Semianalysis.
In den meisten Fällen dürften die direkten Gehälter kaum betroffen sein, da diese in der Regel vertraglich festgelegt sind. Allerdings gibt es darüber hinaus den Puffer in Form verschiedener Bonus-Zahlungen und anderer Vergütungen, die keine direkten Lohnbestandteile sind, mit denen die Beschäftigten aber eigentlich fest rechnen können. Das Ergebnis ist dann auf jeden Fall ein geringeres Haushaltseinkommen mitten in einer gestiegenen Inflation.
Die Kürzungen sind aber auch insbesondere bei Intel ein Schlag ins Kontor. Denn die Belegschaft wähnte sich bei dem Konzern über viele Jahre auf der sicheren Seite - immerhin ist das Unternehmen einer der zentralen Hersteller für das digitale Zeitalter. So wurden auch die Probleme der letzten Zeit eher als vorübergehende Erscheinung angesehen.
Die Kürzungen dürften hier für Kratzer im Image sorgen. Und das kann zu weitergehenden Schwierigkeiten führen. Denn wie alle anderen Tech-Unternehmen steht auch Intel in einem harten Konkurrenzkampf um Fachkräfte. Um die anstehenden Aufgaben lösen zu können, ist der Konzern auch darauf angewiesen, beim Rennen um Experten nicht ins Hintertreffen zu geraten.
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In den meisten Fällen dürften die direkten Gehälter kaum betroffen sein, da diese in der Regel vertraglich festgelegt sind. Allerdings gibt es darüber hinaus den Puffer in Form verschiedener Bonus-Zahlungen und anderer Vergütungen, die keine direkten Lohnbestandteile sind, mit denen die Beschäftigten aber eigentlich fest rechnen können. Das Ergebnis ist dann auf jeden Fall ein geringeres Haushaltseinkommen mitten in einer gestiegenen Inflation.
Quer durch alle Bereiche
Die Kürzungen ziehen sich durch alle Teile des Unternehmens und auch das Management. Auf der obersten Führungsebene sollen sogar 15 Prozent und dem Konzernchef Pat Gelsinger 25 Prozent weniger gezahlt werden. Diese dürften die höheren Kürzungen letztlich aber deutlich besser wegstecken, als Angestellte, bei denen selbst mit einem normalen Lebenswandel am Ende nicht viel übrig bleibt. Als schwieriges Signal wird außerdem die Tatsache angesehen, dass die Dividenden-Ausschüttung nicht angetastet wird.Die Kürzungen sind aber auch insbesondere bei Intel ein Schlag ins Kontor. Denn die Belegschaft wähnte sich bei dem Konzern über viele Jahre auf der sicheren Seite - immerhin ist das Unternehmen einer der zentralen Hersteller für das digitale Zeitalter. So wurden auch die Probleme der letzten Zeit eher als vorübergehende Erscheinung angesehen.
Die Kürzungen dürften hier für Kratzer im Image sorgen. Und das kann zu weitergehenden Schwierigkeiten führen. Denn wie alle anderen Tech-Unternehmen steht auch Intel in einem harten Konkurrenzkampf um Fachkräfte. Um die anstehenden Aufgaben lösen zu können, ist der Konzern auch darauf angewiesen, beim Rennen um Experten nicht ins Hintertreffen zu geraten.
Zusammenfassung
- Intel kürzt Gehälter seiner Mitarbeiter um mind. 5%, teils stärker.
- Direkte Löhne bleiben meist unangetastet.
- Kürzungen betreffen auch Management und Konzernchef.
- Dividenden-Ausschüttung wird nicht angetastet.
- Image-Schaden für Intel möglich, wegen Wettbewerb um Fachkräfte.
- Kürzungen können zu weitergehenden Schwierigkeiten führen.
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Christian KahleRedakteur für Forschung, Energie und Raumfahrt
Begleitet die IT-Branche seit dem Dotcom-Boom, Informatik studierte er in Berlin. Sein Spektrum reicht von Quantencomputern über Solarstrom bis zur Raumfahrt.
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