Aktuell der Schnellste: Intels neue CPU erreicht 6GHz ohne Übertaktung

Intel hat soeben den schnellsten Desktop-Prozessor vorgestellt, der aktuell verfügbar ist. Das neue Spitzenmodell Core i9-13900KS kann seine Taktfrequenz auf bis zu 6 GHz steigern, ohne Übertaktung. Der Trick: Der Chip verfügt über eine sehr genaue Temperaturregelung.

Mit einer Taktfrequenz von 6 GHz an die Spitze

Im letzten Herbst hatte Intel sein Desktop-Spitzenmodell i9-13900K vorgestellt. Der kann eine maximale Turbo-Frequenz bis zu 5,8 GHz bieten und arbeitet mit einer Basisleistung von 125 Watt. Mit dem Core i9-13900KS legt Intel wenige Monate später sozusagen ein Upgrade für diesen Chip auf. Während sich die beiden Modelle bei Anzahl der Kerne (24), Cache (36 MB) und PCIe-Lanes (20) gleichen, darf das KS-Modell an anderer Stelle noch etwas mehr aufdrehen.


So schraubt Intel die Basis-Leistung des neuen Chips auf 150 Watt nach oben, wirklich beeindruckend ist aber das Durchbrechen der 6 GHz-Grenze, ohne den Chip dafür übertakten zu müssen. Intel schafft diesen Sprung mit weiterem Feintuning seines Thermal Velocity Boost-Features. Das erlaubt es dem Chip, bei entsprechender Kühlleistung höher zu takten.

Wichtigste Merkmale des Intel Core i9-13900KS:
  • Bis zu 6,0 GHz maximale Turbofrequenz mit Thermal Velocity Boost - die erste Desktop-CPU, die 6,0 GHz ohne Übertaktung erreicht
  • Adaptive-Boost-Technik für verbesserte Spieleleistung durch angepasst höhere Multicore-Turbofrequenzen
  • 24 Kerne (acht Performance-Kerne und 16 Effizienz-Kerne), 32 Threads, 150 W Prozessorbasisleistung, 36 MB Intel Smart Cache und insgesamt 20 PCIe-Lanes (16 PCIe 5.0- und vier PCIe 4.0-Lanes)
  • Unterstützung von bis zu DDR5 5600 MT/s und DDR4 3200 MT/s
  • Kompatibel mit Z790- und Z690-Hauptplatinen

Thermal Velocity Boost hatte Intel mit der 11. Generation der Core-Chips eingeführt, um bei niedrigen Betriebstemperaturen mehr Leistung bieten zu können. Das einfache Prinzip: Liegt der Schwellenwert der Temperatur bei unter 70 Grad, wird die Taktfrequenz des Chips stückweise in 100 MHz-Schritten erhöht. Die logische Konsequenz: Systeme mit guter Kühlung können hier am meisten profitieren.

Aufgestellt gegen AMD

Intel stellt sich schon ab heute mit dem i9-13900KS zu einem empfohlenen Startpreis von 699 US-Dollar auf, bei deutschen Händlern landet der Chip zum Start bei rund 780 Euro. Damit will der Konzern auch der Konkurrenz von AMD zuvorkommen. Hier wird Anfang Februar der neue Spitzenchip Ryzen 9 7950X3D erwartet. Der erreicht zwar nur 5,7 GHz, bietet aber mit 144 MB 3D V-Cache in anderen Bereichen deutlich mehr.
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