Freenet wettert: Telekom, Vodafone & O2 blockieren günstige 5G-Tarife
Telekom, Vodafone und O2 verhindern, dass günstige 5G-Optionen angeboten werden können: So die Sicht von Freenet, dessen Führungsebene jetzt laut gegen die drei großen Mobilfunkkonzerne und die Machtlosigkeit der Behörden wettert.
"Es wiederholt sich, was wir schon bei LTE gesehen haben: Diensteanbieter werden von 5G weitestgehend ausgeschlossen", so von Platen gegenüber der F.A.Z. Rückenwind erhält der Freenet-Manager vom Regionalanbieter EWE TEL, der fast identische Vorwürfe erhebt. Im Zusammenspiel mit den großen Mobilfunkanbietern könne man nur von einer "fortgesetzten Blockadehaltung" sprechen. In einer Stellungnahme spricht das Unternehmen von einer "deutlichen Benachteiligung der deutschen Handy-Kunden und Wettbewerbsverfälschungen im Binnenmarkt".
Großer Mobilfunk-Vergleichs-Rechner
Siehe auch:
Dritte Anbieter werden laut Freenet von den Großen bei 5G blockiert
Diensteanbieter, also Unternehmen, die kein eigenes Netz betreiben und ihre Tarife und Angebote im Netz der drei großen deutschen Mobilfunkunternehmen realisieren, sind darauf angewiesen, dass diese ihnen entsprechenden Zugang gewähren. Im Gespräch mit der Frankfurter Allgemeinen Zeitung (Artikel hinter Paywall) macht Rickmann von Platen, Vorstand bei Freenet, jetzt seinem Ärger über diese Konstruktion deutlich Luft. Schon bei LTE hätten Telekom, Vodafone und O2 günstige Angebote blockiert, bei 5G könne man jetzt dasselbe erleben."Es wiederholt sich, was wir schon bei LTE gesehen haben: Diensteanbieter werden von 5G weitestgehend ausgeschlossen", so von Platen gegenüber der F.A.Z. Rückenwind erhält der Freenet-Manager vom Regionalanbieter EWE TEL, der fast identische Vorwürfe erhebt. Im Zusammenspiel mit den großen Mobilfunkanbietern könne man nur von einer "fortgesetzten Blockadehaltung" sprechen. In einer Stellungnahme spricht das Unternehmen von einer "deutlichen Benachteiligung der deutschen Handy-Kunden und Wettbewerbsverfälschungen im Binnenmarkt".
So wird man zum Hochpreisland
Freenet-Vorstand von Platen sieht hier auch große Versäumnisse bei der Regulierung. Die Bundesnetzagentur habe zwar offiziell eine Rolle als "Schiedsrichter", könne aber seit Jahren nicht durchsetzen, dass "diskriminierungsfreie Konditionen" für Diensteanbieter erreicht werden. Im Gegenteil: Zur 5G-Frequenzauktion im Jahr 2019 wurde keine entsprechende rechtliche Verpflichtung festgehalten. Das für die Mobilfunkanbieter verankerte "Verhandlungsgebot" sei weitgehend wirkungslos. Genau dieser Umstand mache Deutschland beim Mobilfunk zum "Hochpreisland mit mäßiger Qualität", so von Platen.Großer Mobilfunk-Vergleichs-Rechner
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