Erstes TSMC-Chipwerk in Europa:
Alle Zeichen deuten Richtung Dresden
Der weltweit größte Vertragsfertiger für Chips TSMC (Taiwan Semiconductor Manufacturing Company) treibt offenbar seine Pläne für den Aufbau eines ersten Standorts in Europa weiter voran. Die sächsische Hauptstadt Dresden soll dabei die besten Karten haben.
Wie der taiwanische Branchendienst DigiTimes unter Berufung auf Quellen aus dem Umfeld des Unternehmens berichtet, waren Mitarbeiter von TSMC in den letzten zwei Jahren einige Male in Deutschland, um die Möglichkeiten für den Aufbau einer Fabrik für die Fertigung von Wafern mit 12 Zoll (30,48 cm) Durchmesser zu prüfen. Dresden sei dabei der aussichtsreichste Kandidat für den neuen Standort, so die Quellen bei den Herstellern von Fertigungsanlagen, auf die sich der Bericht stützt.
Hinter den Kulissen laufen angeblich auch Verhandlungen zwischen TSMC und Vertretern der EU und Deutschlands über die Schaffung von Kapazitäten für die Fertigung fortschrittlicherer Chips mit geringeren Strukturbreiten von jeweils 12 bzw. 16, sieben, fünf oder noch weniger Nanometern in Dresden.
In Deutschland sollen bereits Zusicherungen von Autoherstellern wie Mercedes-Benz und BMW für den Kauf von Chips aus einem möglichen neuen TSMC-Werk in Dresden vorliegen. Sie wollen sich so die Verfügbarkeit von Chips auch unter schwierigen Bedingungen sichern, heißt es.
Bei einem Gespräch mit Investoren hatte TSMC-Chef CC Wei durchblicken lassen, dass man mit Kunden und Partnern in Europa Gespräche führt, um die Möglichkeiten für ein spezialisiertes Chipwerk mit Fokus auf die Fertigung von Produkten für die Autoindustrie auszuloten. Gerüchte um den Bau eines TSMC-Werks in Dresden gibt es schon seit Längerem.
Siehe auch:
Dresden ist schon seit Jahrzehnten Chip-Standort
In Dresden sind bereits GlobalFoundries, Infineon und Bosch mit eigenen Fertigungsstandorten für Chips aktiv. TSMC will dort angeblich ein Werk für Chips mit Strukturbreiten von 22 oder 28 Nanometern aufbauen, wobei diese vor allem für die Verwendung in Automobilen genutzt werden sollen, da sich in Deutschland bekanntermaßen diverse große Autohersteller als potenzielle Kundschaft anbieten.Hinter den Kulissen laufen angeblich auch Verhandlungen zwischen TSMC und Vertretern der EU und Deutschlands über die Schaffung von Kapazitäten für die Fertigung fortschrittlicherer Chips mit geringeren Strukturbreiten von jeweils 12 bzw. 16, sieben, fünf oder noch weniger Nanometern in Dresden.
Ohne sichere Kunden und garantierte Subventionen baut TSMC nicht
TSMC knüpft die Pläne für seine möglichen Investitionen in sein erstes Werk in Europa natürlich, wie auch der Konkurrent Intel, an die Verfügbarkeit von umfangreichen staatlichen Subventionen. Außerdem hofft man, dass sich auch Investoren aus Deutschland an dem Projekt beteiligen, um aus der neuen Chipfabrik in Dresden einen Erfolg werden zu lassen. In Japan hatte man auf diese Weise mithilfe von Geldern der Regierung und Partnern wie Sony erst kürzlich ein neues Werk in Angriff genommen.In Deutschland sollen bereits Zusicherungen von Autoherstellern wie Mercedes-Benz und BMW für den Kauf von Chips aus einem möglichen neuen TSMC-Werk in Dresden vorliegen. Sie wollen sich so die Verfügbarkeit von Chips auch unter schwierigen Bedingungen sichern, heißt es.
Bei einem Gespräch mit Investoren hatte TSMC-Chef CC Wei durchblicken lassen, dass man mit Kunden und Partnern in Europa Gespräche führt, um die Möglichkeiten für ein spezialisiertes Chipwerk mit Fokus auf die Fertigung von Produkten für die Autoindustrie auszuloten. Gerüchte um den Bau eines TSMC-Werks in Dresden gibt es schon seit Längerem.
Siehe auch:
- TSMC feiert Fertigung von 3nm-Chips - und kündigt 2nm-Fabrik an
- Apple als erster Kunde: TSMC startet diese Woche Bau von 3nm-Chips
- Jetzt also doch? Apples Chipfertiger TSMC erwägt Werk in Dresden
- TSMC plant bereits den Bau einer Fabrik für 1-Nanometer-Chips
- TSMC & Samsung ausgebremst? Krise verzögert wohl Wechsel auf 3nm
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Roland QuandtRedakteur für Smartphones & Leaks
Seine Vorabberichte zu neuen Smartphones greifen Tech-Medien in aller Welt auf. Schwerpunkte: Samsung Galaxy, Google Pixel, Prozessoren und Windows.
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