Nach Testdebakel: Kongress verweigert der Army neue HoloLens-Geräte
Die US-Streitkräfte haben im Vorjahr nach einigen Verzögerungen HoloLens-Headsets erhalten, die Army wollte wissen, ob und wie man Mixed Reality in den Militäralltag integrieren kann. Doch das war im Prinzip ein Debakel und nun sagt die Politik nein zu neuen Investitionen.
Microsofts HoloLens ist seit einer Weile auch als militärische Ausführung verfügbar, diese nennt sich Integrated Visual Augmentation Systems (IVAS). Im vergangenen Herbst wurden die Headsets bei Manövern und sonstigen Tests erprobt, doch das Fazit der ersten Einsätze war teilweise vernichtend.
So hatte IVAS nicht nur diverse Kinderkrankheiten, die Militärs mussten sich die Frage stellen, ob ein solches System überhaupt für Kampfeinsätze geeignet ist. Ein Soldat wurde in einem Bericht zitiert, dass die Geräte "uns den Tod gebracht" hätten, gemeint war damit das Licht, das die HoloLens-Displays in der Nacht ausstrahlen.
Das IVAS der US-Armee muss verbessert werden, bevor man neue Headsets kaufen darf
Die Army ging nicht komplett leer aus, denn Washington hat den Streitkräften aktuell ein zusätzliches Budget von rund einem Zehntel des angefragten Betrages genehmigt. Diese etwa 40 Millionen Dollar sollen eingesetzt werden, um die bestehenden Probleme der militärischen HoloLens-Headsets anzusprechen. Denn neben den zuvor erwähnten taktischen Problemen gab es auch körperliche, so kam es immer wieder zu Klagen, dass IVAS zu Kopfschmerzen und Übelkeit führt.
Die US-Militärs wollen das nun bei den vorhandenen Headsets lösen, das soll mit einem neuen "Formfaktor" gelingen. Version 1.2 der Headsets soll außerdem ein "flacheres Head-up-Display mit einem verteiltem Gegengewicht für eine verbesserte Benutzeroberfläche und mehr Komfort" bieten, schließlich will man auch Software-Verbesserungen umsetzen.
Allerdings bedeutet das kein Aus für das gesamte IVAS-Projekt. Denn auch wenn die US-Armee erst einige tausend Stück erhalten hat: In den nächsten zehn Jahren könnten die Militärs 120.000 Stück ordern, das sieht ein mit Microsoft geschlossener Vertrag vor. Dafür müssen Unternehmen und Army aber erst die technischen Probleme lösen.
Siehe auch:
So hatte IVAS nicht nur diverse Kinderkrankheiten, die Militärs mussten sich die Frage stellen, ob ein solches System überhaupt für Kampfeinsätze geeignet ist. Ein Soldat wurde in einem Bericht zitiert, dass die Geräte "uns den Tod gebracht" hätten, gemeint war damit das Licht, das die HoloLens-Displays in der Nacht ausstrahlen.
Das IVAS der US-Armee muss verbessert werden, bevor man neue Headsets kaufen darf
Keine neuen Headsets - vorerst
Trotz dieser harschen Kritik will die US Army das Projekt aber nicht fallen lassen, im Gegenteil. Die US-Landstreitkräfte haben laut einem Bericht des Wirtschaftsportals Bloomberg den Kauf von insgesamt weiteren 6900 IVAS-Headsets beantragt. Doch der US-Kongress hat diesen Antrag im Wert von 400 Millionen Dollar abgelehnt.Die Army ging nicht komplett leer aus, denn Washington hat den Streitkräften aktuell ein zusätzliches Budget von rund einem Zehntel des angefragten Betrages genehmigt. Diese etwa 40 Millionen Dollar sollen eingesetzt werden, um die bestehenden Probleme der militärischen HoloLens-Headsets anzusprechen. Denn neben den zuvor erwähnten taktischen Problemen gab es auch körperliche, so kam es immer wieder zu Klagen, dass IVAS zu Kopfschmerzen und Übelkeit führt.
Die US-Militärs wollen das nun bei den vorhandenen Headsets lösen, das soll mit einem neuen "Formfaktor" gelingen. Version 1.2 der Headsets soll außerdem ein "flacheres Head-up-Display mit einem verteiltem Gegengewicht für eine verbesserte Benutzeroberfläche und mehr Komfort" bieten, schließlich will man auch Software-Verbesserungen umsetzen.
Allerdings bedeutet das kein Aus für das gesamte IVAS-Projekt. Denn auch wenn die US-Armee erst einige tausend Stück erhalten hat: In den nächsten zehn Jahren könnten die Militärs 120.000 Stück ordern, das sieht ein mit Microsoft geschlossener Vertrag vor. Dafür müssen Unternehmen und Army aber erst die technischen Probleme lösen.
Siehe auch:
- 'Hätte uns den Tod gebracht': HoloLens-Tests der Army sind ein Debakel
- IVAS: Microsoft liefert erste Hololenses an das US-Militär aus
- Microsofts HoloLens-Militär-Projekt nach Budget-Kürzung am Ende
- HoloLens im Auto: Microsoft und Volkswagen lösen "Seekrankheit"
- Microsoft HoloLens enttäuscht US-Armee - Milliarden-Deal in Gefahr
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