Der Handel mit gebrauchten Smartphones erlebt einen Boom

Die sinkende Kaufkraft bei vielen Verbrauchern lässt aktuell auch den Markt für gebrauchte Mobiltelefone deutlich wachsen. Während der Neugeräte-Markt nur noch schwach wächst, gibt es im Second-Hand-Bereich zweistellige Steigerungsraten.
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Schätzungen zufolge wurden im Jahr 2022 mehr als 282 Millionen gebrauchte und generalüberholte Geräte verkauft. Das teilte das Marktforschungsunternehmen IDC mit. Im Vergleich zum Vorjahr entsprach dies einem Zuwachs um immerhin 11,5 Prozent. Angesichts der aktuellen wirtschaftlichen Entwicklung weltweit, die von deutlichen Preissteigerungen auf viele lebensnotwendige Güter geprägt ist, geht man davon aus, dass die Entwicklung sich in den kommenden Jahren fortsetzt.

So prognostizieren die Analysten der IDC, dass der Gebrauchtmarkt bei Mobiltelefonen bis 2026 durchschnittlich um 10,3 Prozent jährlich zulegen wird. Zum Abschluss dieses Zeitraums würde sich die Gesamtzahl der verkauften Gebrauchtgeräte somit auf 413,3 Millionen Stück summieren. Firmen, die in dem Markt aktiv sind, können also durchaus optimistisch in die Zukunft blicken.

Preise steigen auch hier

"Gebrauchte Geräte zeigen sich widerstandsfähiger gegenüber Markthemmnissen als neue Smartphones, da die Nachfrage der Verbraucher in vielen Regionen weiterhin hoch ist", sagte Anthony Scarsella, IDC-Experte für den Smartphone-Markt. Die attraktiven Preise lassen hier viele Verbraucher darüber hinwegsehen, dass sie kein Neugerät bekommen. Allerdings sorgt die hohe Nachfrage auch hier durchaus für Preissteigerungen - die Anschaffungskosten sind durchschnittlich um 11 Prozent nach oben gegangen.

Die Entwicklung des Marktes erklärt auch den Trend, dass viele Anbieter zunehmend damit werben, bei Neukäufen die Altgeräte in Zahlung zu nehmen. Denn hier geht es nicht mehr nur um die Erfüllung von Recycling-Auflagen, die Geräte sind nach einer Überarbeitung eben eine attraktive Ware für den erneuten Verkauf. Siehe auch:
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