Kein Zugang ohne grünen Pfeil:
China schaltet Corona-Tracking-App ab
Die chinesische Regierung versucht mit diversen Maßnahmen, möglichen weiteren Protesten der Bevölkerung wegen der massiven Lockdown-Einschränkungen zur Bekämpfung des Coronavirus vorzubeugen. Jetzt fällt eine der drakonischen Maßnahmen: die Bewegungs-Tracking-App wurde abgeschaltet.
Wie ITHome und diverse andere Quellen berichten, haben die großen chinesischen Netzbetreiber und die am Betrieb der sogenannten "Communication Travel Card"-App beteiligten Behörden das Standort-Tracking abgeschaltet. Bisher mussten die Menschen in China die App stets auf ihrem Smartphone mitführen, um belegen zu können, dass sie sich nicht an Orten aufgehalten haben, an dem Coronavirus-Infektionen auftraten.
Communications Itinerary Card: Ohne diesen grünen Pfeil ging in China jahrelang nichts
Nachdem gestern zunächst überraschend eine entsprechende Ankündigung erfolgt war, wurde das Gesundheits-Code-System heute um Mitternacht dann tatsächlich deaktiviert. Nach Angaben des chinesischen Netzbetreibers China Unicom sollen allein im Netz des Unternehmens in den letzten drei Jahren knapp 14 Milliarden Abfragen des Gesundheits-Codes erfolgt sein. Hinzu kommen Abfragen aus den Netzen der beiden anderen großen Netzbetreiber, die sich allesamt in Staatseigentum befinden.
Neben der "Communications Itinerary Card" gibt es weitere Apps, mit denen die chinesischen Behörden regional und national versuchen, gegen die Ausbreitung von Covid-19 vorzugehen. Zumindest im Fall der Reise-Tracking-App sollen die gesammelten Daten zu den Reisen der Nutzer praktisch mit sofortiger Wirkung gelöscht worden sein. Alle weiteren Daten würden unter Einhaltung der gesetzlichen Regelungen weiterhin geschützt, hieß es von offizieller Seite.
Siehe auch:
Communications Itinerary Card: Ohne diesen grünen Pfeil ging in China jahrelang nichts
Kein Reisen ohne grünen Haken
Die App wurde unter anderem verlangt, wenn man Reisen antreten oder bestimmte Orte und Gebäude betreten wollte. Das System zeigte normalerweise anhand eines vierstufigen Farbcodes an, wie hoch die Gefährdung durch die jeweilige Person sein könnte. Wer keinen "grünen Code" vorzeigen konnte, konnte zum Beispiel bestimmte Straßen, Gegenden und Gebäude nicht betreten oder Zug- oder Busreisen unternehmen. Das System zeichnete zuletzt immer auf, wo sich die Menschen innerhalb der letzten sieben Tage für mindestens vier Stunden aufgehalten hatten.Nachdem gestern zunächst überraschend eine entsprechende Ankündigung erfolgt war, wurde das Gesundheits-Code-System heute um Mitternacht dann tatsächlich deaktiviert. Nach Angaben des chinesischen Netzbetreibers China Unicom sollen allein im Netz des Unternehmens in den letzten drei Jahren knapp 14 Milliarden Abfragen des Gesundheits-Codes erfolgt sein. Hinzu kommen Abfragen aus den Netzen der beiden anderen großen Netzbetreiber, die sich allesamt in Staatseigentum befinden.
Neben der "Communications Itinerary Card" gibt es weitere Apps, mit denen die chinesischen Behörden regional und national versuchen, gegen die Ausbreitung von Covid-19 vorzugehen. Zumindest im Fall der Reise-Tracking-App sollen die gesammelten Daten zu den Reisen der Nutzer praktisch mit sofortiger Wirkung gelöscht worden sein. Alle weiteren Daten würden unter Einhaltung der gesetzlichen Regelungen weiterhin geschützt, hieß es von offizieller Seite.
Siehe auch:
- Chinesische Hacker erbeuten hohe Beträge aus Corona-Hilfspaketen
- China: 'Xi Jinping' verkauft Daten von fast 50 Mio. Corona-App-Nutzern
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