Es wird unangenehm für den FTX-CEO:
Sam Bankman-Fried verhaftet

Der Gründer und CEO von FTX, Sam Bankman-Fried, hat auch nach dem Kollaps und der Pleite der Krypto-Plattform weitergemacht, als wäre nichts gewesen und trat etwa auf Konferenzen auf. Doch nun muss er sich doch mit den Folgen auseinandersetzen - und wurde verhaftet.
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Der Fall der Onlinebörse FTX ist das bisher spektakulärste Platzen der Kryptoblase, doch Sam Bankman-Fried dachte wohl dennoch, dass er die Sache ohne jegliche Konsequenzen übersteht. Das ist seit gestern aber definitiv Geschichte. Denn Behörden auf den Bahamas haben den 30-Jährigen verhaftet, und zwar auf Ansuchen der US-amerikanischen Behörden.

Zuvor haben US-Ermittler strafrechtliche Anklage gegen Bankman-Fried erhoben, die Festnahme wurde auf Twitter von Damian Williams, dem zuständigen Staatsanwalt für den Southern District of New York (SDNY), bestätigt: "Heute Abend haben die Behörden der Bahamas Samuel Bankman-Fried auf Ersuchen der US-Regierung auf der Grundlage einer versiegelten Anklageschrift des SDNY verhaftet. Wir gehen davon aus, dass wir morgen früh die Anklageschrift freigeben und werden dann mehr dazu sagen können."


Weitreichende Vorwürfe

Die Vorwürfe sind laut CNBC weitreichend, denn die Anklage gegen Bankman-Fried wird Überweisungsbetrug ("Wire Fraud"), Verschwörung zum Überweisungsbetrug, Wertpapierbetrug, Verschwörung zum Wertpapierbetrug und Geldwäsche umfassen.

Das ist aber nur ein Teil des rechtlichen Ärgers, der auf den einstigen Star der Kryptoszene wartet: Denn auch die US-Börsenaufsicht Securities and Exchange Commission (SEC) hat ein Zivilverfahren gegen Bankman-Fried in die Wege geleitet und wirft ihm ebenfalls Betrug von FTX-Anlegern vor.

Laut SEC hat der FTX-Gründer rund 1,8 Milliarden Dollar von Investoren gesammelt und ohne deren Wissen "einen massiven, jahrelangen Betrug inszeniert, indem er Milliarden von Dollar der Kundengelder der Handelsplattform zu seinem eigenen persönlichen Vorteil und zum Wachstum seines Krypto-Imperiums abzweigte". Kurzum: Auf Bankman-Fried warten nach seiner Auslieferung in die USA höchst unangenehme Zeiten.

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