FTX: Kryptobörse vor dem Aus - Behörden frieren alle Werte ein
Die mangelnde Stabilität in Verbindung mit den deutlichen Kurstürzen im Kryptowährungs-Markt fordern ihre Opfer. Aktuell ist die Börse FTX in erhebliche Schwierigkeiten geraten.
Die Börsenaufsicht der Bahamas, wo der Betreiber seinen Sitz hat, teilte mit, sämtliche Vermögenswerte eingefroren zu haben, um weitergehende Schäden von Gläubigern und Nutzern abzuwenden. Diese sollen nun einem Insolvenzverwalter übergeben werden. Dieser wird wohl letztlich an einer vollständigen und geordneten Abwicklung der Plattform arbeiten.
FTX geriet nicht nur in Zahlungsschwierigkeiten. Es besteht nach Angaben der Behörden auch der Verdacht, dass die Betreiber auch Werte veruntreut haben, die Nutzer der Kryptobörse anvertraut hatten. Insofern müssen User wohl damit rechnen, dass sie nicht ihre kompletten bei FTX geparkten Kryptowerte wiederbekommen.
Ein großes Fragezeichen steht derweil über dem US-Ableger der Plattform. Dieser ist formal unabhängig von der Mutter auf den Bahamas und die Betreiber betonen auch, dass die Firma komplett liquide sei. Doch auch hier kann es zu Problemen kommen. Einerseits ist es möglich, dass bei den Kunden Panik ausbricht und sie plötzlich anfangen, schnell ihre Werte abzuziehen. Aber auch von innen scheint Ungemach zu drohen: Unbestätigten Berichten zufolge sollen FTX-Mitarbeiter bereits versucht haben, um Zuge von Notverkäufen Anteile am Unternehmen abzustoßen, um Geld für die Absicherung der Mutterfirma einzuholen.
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FTX geriet nicht nur in Zahlungsschwierigkeiten. Es besteht nach Angaben der Behörden auch der Verdacht, dass die Betreiber auch Werte veruntreut haben, die Nutzer der Kryptobörse anvertraut hatten. Insofern müssen User wohl damit rechnen, dass sie nicht ihre kompletten bei FTX geparkten Kryptowerte wiederbekommen.
Binance springt nicht ein
Dass die Plattform in Probleme geraten ist, wurde bereits vor einigen Tagen klar. Bis zur Mitte dieser Woche bestand noch die Hoffnung, dass der konkurrierende Anbieter Binance die Gelegenheit zu einer Übernahme nutzen könnte. Das wird allerdings nicht stattfinden. Über die Gründe kann man im Grunde nur spekulieren, allerdings dürften die Leute hinter Binance auch nicht gerade besonderes Interesse daran haben, sich einen immer stärker in Verruf geratenen Wettbewerber einzuverleiben. Immerhin ist die Kryptowährungs-Branche ohnehin nicht gerade mit einem Vertrauensüberschuss versehen.Ein großes Fragezeichen steht derweil über dem US-Ableger der Plattform. Dieser ist formal unabhängig von der Mutter auf den Bahamas und die Betreiber betonen auch, dass die Firma komplett liquide sei. Doch auch hier kann es zu Problemen kommen. Einerseits ist es möglich, dass bei den Kunden Panik ausbricht und sie plötzlich anfangen, schnell ihre Werte abzuziehen. Aber auch von innen scheint Ungemach zu drohen: Unbestätigten Berichten zufolge sollen FTX-Mitarbeiter bereits versucht haben, um Zuge von Notverkäufen Anteile am Unternehmen abzustoßen, um Geld für die Absicherung der Mutterfirma einzuholen.
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Christian KahleRedakteur für Forschung, Energie und Raumfahrt
Begleitet die IT-Branche seit dem Dotcom-Boom, Informatik studierte er in Berlin. Sein Spektrum reicht von Quantencomputern über Solarstrom bis zur Raumfahrt.
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