Typisches "Musk-Versprechen"? Neuralink will Humantests in 6 Monaten

"Elon Musk verspricht": So fangen viele Berichte über den Tesla-Chef an. Doch ob er diese Versprechen auch halten kann, ist eine andere Sache. Deshalb sollte man skeptisch sein, wenn Elon Musk Neuralink-Tests mit Menschen für die nächsten sechs Monate in Aussicht stellt. Seit 2014 kann man zumindest eine Veranstaltung oder ein Interview pro Jahr finden, in dem Elon Musk für Teslas vollständige Autonomie für dieses oder das darauffolgende Jahr verspricht. Dazu gab es einmal ein Video, dieses wurde auf YouTube aber mittlerweile auf privat gestellt. Zwar macht Teslas Full-Self-Driving-Funktionalität durchaus Fortschritte, vom einstigen Versprechen, dass autonome Fahrzeuge schon bald selbstständig von US-Küste zu Küste fahren können, sind wir immer noch weit entfernt.

Entsprechend vorsichtig sollte man auch sein, wenn es um das Thema Neuralink geht. Denn Elon Musk, der auch Chef dieses Unternehmens ist, das ein Gehirn-Interface umsetzen will, hat im Rahmen eines Events angekündigt, dass man in sechs Monaten mit den ersten Tests an Menschen beginnen werde - auch hier ist es nicht das erste Mal, dass man so etwas in Aussicht stellt, denn ursprünglich wollte Neuralink erste Humanversuche bereits 2020 starten.

Neuralink: Erfolgreicher Einsatz in einem Affen

Rekrutierung für Neuralink

Ziel des Events war es eigentlich, Talente für Neuralink zu rekrutieren. "Oft denken die Leute, dass sie nicht bei Neuralink arbeiten können, weil sie keine Ahnung von Biologie oder der Funktionsweise des Gehirns haben", so Musk (via CNN). "Was wir hier wirklich betonen wollen, ist, dass man das nicht muss, denn wenn man die Fähigkeiten aufschlüsselt, die nötig sind, damit Neuralink funktioniert, sind es eigentlich viele der gleichen Kompetenzen, die nötig sind, damit eine Smartwatch oder ein modernes Telefon funktioniert."

Neuralink zeigte auch, wie weit man derzeit ist. So wurde die aktuelle Version des Implantats enthüllt, außerdem durften Anwesende einen Blick auf den Roboter werfen, der die Operationen künftig durchführen soll. Tierversuche wurden bereits gemacht, allerdings protestierten Tierschützer dagegen und Neuralink musste später auch zugeben, dass ein Affe bei den Tests gestorben ist.

Musk: "Wir wollen extrem vorsichtig sein und sicher, dass es gut funktioniert, bevor wir ein Gerät in einen Menschen einsetzen." Ob die zuständigen Behörden das ähnlich sehen, ist fraglich: Denn die Food and Drug Administration (FDA) hat hier noch keine Genehmigung erteilt. Laut Musk habe man auch schon die "meisten" Unterlagen eingereicht. Angesichts der extrem hohen Standards für solche Tests ist es aber unwahrscheinlich, dass die Genehmigungen im Schnellverfahren ausgestellt werden.

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