Twitter Blue verschoben, um Apples 30-Prozent-"Steuer" zu verhindern

Vergangene Woche hat Elon Musk angekündigt, dass Twitter Blue und damit die kostenpflichtige Verifizierung für alle diese Woche startet oder besser gesagt in überarbeiteter Form zurückkehrt. Doch das Chaos unter der Führung von Musk geht weiter, denn Blue bleibt vorerst schwarz. Am vergangenen Freitag hat Elon Musk bekannt gegeben, dass Twitter Blue diese Woche zurückkehren und Haken in Blau, Grau und Gold bieten wird. Damit sollen nicht nur verifizierte Personen, sondern auch Unternehmen (Gold) und Behörden (Grau) sofort erkennbar sein. Doch wie so vieles dieser Tage läuft die Einführung nicht nach Plan, und zwar weil Elon Musk etwas zu bemängeln hat.

Denn der neue Twitter-Chef hat am vergangenen Wochenende in mehreren Tweets gegen Apple ausgeteilt und dem Konzern aus dem kalifornischen Cupertino vorgeworfen, die freie Meinungsäußerung zu unterdrücken. Die Wahrheit ist aber, wie so oft bei Musk, eine andere, denn dem Twitter-CEO geht es natürlich ums Geld.


Apple will Geld, Twitter hat keines

Denn der Kurznachrichtendienst müsste, wenn man als iOS-App über den App Store von Apple verfügbar ist, einen bis zu 30-prozentigen Anteil der Twitter-Blue-Einnahmen an Apple abgeben. Das will oder besser gesagt kann Elon Musk derzeit aber nicht. Denn die finanzielle Situation bei Twitter ist laut einem Bericht von Platformer mehr als angespannt.

Mehr als das: Die Werbeeinnahmen von Twitter in Europa, dem Nahen Osten und Afrika (dem auch als EMEA genannten Raum) sind im Vergleich zum Vorjahr um 15 Prozent gesunken, und die wöchentlichen Buchungen sind um 49 Prozent zurückgegangen, so ein Insider. Ein ehemaliger Twitter-Manager fasste es folgendermaßen zusammen: "Es ist katastrophal."

Der Machtkampf mit Apple hat nun wohl zur Verschiebung von Twitter Blue geführt, es ist aber auch sehr wahrscheinlich, dass Musk das passt, weil es auch noch technische Probleme mit den Anpassungen gibt. Denn man arbeitet offenbar noch an der Verifizierung per Telefonnummer.

Musk bekommt übrigens auch schon Rückendeckung aus der Politik: Denn mit Ron DeSantis hat sich bereits der einflussreiche Gouverneur von Florida zur Sache zu Wort gemeldet. Der Politiker hat Apple attackiert und gemeint, dass ein Rauswurf von Twitter aus dem App Store ein "riesiger Fehler" und "wirklich grobe Ausübung monopolistischer Macht" wäre. Dass sich DeSantis auf die Seite von Musk stellt ist wenig überraschend, schließlich hat der Tesla-Gründer vor Kurzem erklärt, dass er eine Präsidentschaftskandidatur des Politikers unterstützen würde.

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