Amazon: Alexa unter Beschuss - der Publikumsliebling fällt in Ungnade

Alexa ist für Amazon inzwischen so etwas wie die Tochter, die bei allen Nachbarn beliebt ist, zu Hause aber in erster Linie alle Familienmitglieder nervt. Allerdings bringt es auch niemand übers Herz, sie einfach rauszuwerfen. Als kürzlich klar wurde, dass Amazon Entlassungen in größerem Umfang plant, wurde erstmals auch öffentlich klarer, dass die Alexa-Abteilung Probleme hat. Inzwischen gibt es weitergehende Informationen, wie sich der Status des Teams innerhalb des Konzerns geändert hat. Die Alexa-Sparte war immerhin lange eines der Lieblingsprojekte des Konzerngründers Jeff Bezos und inzwischen müssen die Entwickler dort darum bangen, wie lange sie ihre Arbeit noch fortführen können.

Alexa hat seit dem Zeitpunkt der Markteinführung im Jahr 2015 durchaus Maßstäbe gesetzt. Selbst wenig technikaffine Verbraucher können mit dem Begriff etwas anfangen und die Konkurrenz arbeitete intensiv daran, ebenso gute Konkurrenten an den Start zu bringen.


So gut das System bei der Spracherkennung ist, so schlecht ist man bei der Lösung des von Beginn an bestehenden Kernproblems vorangekommen: Bis heute hat noch niemand eine echte Idee, wie sich das Projekt wirtschaftlich aufstellen lässt - insbesondere auch, weil Amazon seine Hardware nahezu zum Selbstkostenpreis abgibt und darauf setzt, dass dann die darauf aufbauenden Services das Geld bringen. Ein internes Dokument beschrieb das Geschäftsmodell laut eines Ars Technica-Berichts mit den Worten: "Wir wollen Geld verdienen, wenn die Leute unsere Geräte benutzen, nicht wenn sie unsere Geräte kaufen."

Niemand kauft per Gespräch ein

In der Praxis zeigte sich allerdings schnell, dass ein Sprachassistent schlicht nicht genutzt wird, um Einkäufe zu tätigen. Die Nutzer möchten ihr Geld lieber nicht einer KI anvertrauen und kaufen vor allem nichts, wenn sie nicht vorher ein Produktbild oder auch eine Rezension angesehen haben. Und auch kleinere Einnahmen, die sich dann über die Masse hochschrauben, sind keine Alternative: Alexa knackte bereits vor einigen Jahren die Marke von einer Milliarde Anfragen pro Woche. Die meisten Unterhaltungen zwischen den Nutzern und der KI waren aber triviale Befehle, um Musik abzuspielen oder nach dem Wetter zu fragen. Diese Interaktionen sind nicht über Werbung oder andere Maßnahmen monetarisierbar. Amazon versuchte durchaus, Partnerschaften mit Unternehmen einzugehen und beispielsweise für Pizza-Bestellungen oder Uber-Buchungen Provisionen zu bekommen - die Nutzung solcher Angebote war aber letztlich zu gering, als dass der Aufwand sich lohnen würde.

Inzwischen ist Alexa bei der Nutzung auch von der Konkurrenz überholt worden. Amazon kommt auf 71,6 Millionen aktive Nutzer in den USA - der Google Assistant hingegen auf 81,5 Millionen und Apples Siri auf 77,6 Millionen. Das liegt schlicht daran, dass die Wettbewerber ihre Sprachassistenten als aufwertendes Feature im Rahmen eines ganz anderen Schwerpunkt-Produktes ausliefern können, während Alexa die Kernfunktion ist, mit der Käufer für Echos begeistert werden müssen. Heute wird Alexa intern als kolossaler Fehlschlag beschrieben, da das Hardware-Team allein in diesem Jahr auf 10 Milliarden Dollar Verlust zusteuert.

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