Pixel 7 Pro auf Reisen: Ein Test unter schwierigsten Bedingungen
Big Apple vs. GPS
Eine Eigenheit dieses Tests ist, dass die Erfahrungen dazu . wie anfangs erwähnt - zu einem großen Teil während einer Reise gemacht worden sind. Das bedeutet im konkreten Fall auch die Navigation sowie Restaurant- und Bar-Suche in New York. Google Maps war also ständig im Einsatz. Und hier hatte das Pixel 7 Pro mit ungewöhnlichen GPS-Problemen zu kämpfen (während das iPhone des Mitreisenden anstandslos und genau den Dienst verrichtete).In den Häuserschluchten des Big Apple verlor das Pixel 7 Pro ständig die Orientierung und musste nahezu bei jedem Einsatz neu kalibriert werden. Hochhäuser wie in New York sind natürlich eine große Herausforderung (die parallel verwendete Pixel Watch hatte übrigens ähnliche Probleme - auch hier leistete eine Apple Watch bessere Arbeit), dennoch ist zu hoffen, dass es auch hier ein Update gibt, das etwas Abhilfe und mehr Genauigkeit schafft.
Der Chip
In beiden neuen Pixel-Geräten steckt der Tensor G2, das ist der Nachfolger des G1, also des ersten von Google selbst entwickelten SoCs. Im "selbst entwickelt" steckt allerdings durchaus einiges an Marketing, denn die Tensor-Chips sind eng mit den Samsung-eigenen Exynos-Chipsätzen verwandt.Sieht man sich die Benchmarks näher an, so kann und muss man feststellen, dass der Tensor nach wie vor die signifikanteste Schwachstelle des Pixel 7 (Pro) ist. Im Vergleich zur Snapdragon-Konkurrenz und auch den iPhones haben die Pixel-Geräte, die mit zwei ARM Cortex X1-Kernen, zwei aktualisierten Cortex A78 und vier A55-Kernen arbeiten (als GPU kommt eine Mali-G710-Einheit zum Einsatz) klar das Nachsehen.
Von der Leistung der iPhones ist allerdings die gesamte Android-Konkurrenz meilenweit entfernt. Das weiß man vermutlich auch in Mountain View, denn offiziell spricht Google am liebsten die Leistung und Verbesserungen hinsichtlich der KI-Funktionalitäten an. Das bedeutet nämlich auch, dass man hier mit Werten hantieren kann, die sich kaum oder nur schwer mit anderen Geräten vergleichen lassen - denn laut Google profitieren vom Tensor G2 vor allem Pixel-exklusive Funktionen wie die App-übergreifende Live-Übersetzungsfunktion.
Spielt das in der Praxis eine Rolle? Nein, nicht im Geringsten. Die Benchmark-Experten mögen zwar stundenlang über einzelne Werte diskutieren, geschätzt 95 Prozent aller Smartphone-Nutzer werden sich nicht einen Gedanken machen, wie leistungsstark ein Prozessor ist, solange alles im Alltag rund läuft - und das ist hier zweifellos der Fall. Das liegt natürlich auch daran, dass die Google-Software für das Pixel optimiert ist.
Fazit
Zusammenfassend kann man sagen, dass das Pixel 7 Pro alles andere als perfekt ist. Doch an dieser Stelle muss man auch feststellen bzw. sich die Frage stellen: Gibt es das perfekte Smartphone, vor allem dann, wenn man den Preis berücksichtigt? Denn trotz einiger Macken, die Google wohl bzw. hoffentlich noch per Software-Updates ansprechen wird, gehören das Pixel 7 Pro und das Pixel 7 (dessen Design mit dem flachen Display und der mattierten Kameraleiste noch besser aussieht als das des Pixel 7 Pro) zu den besten Android-Smartphones, die man derzeit bekommen kann.Es lässt sich sogar angesichts des Preises argumentieren, dass man für 899 bzw. 649 Euro kein besseres Smartphone bekommt. Dennoch kann man als Kenner der Pixel-Reihe sowie Nutzer der Vorgänger durchaus enttäuscht sein. Denn obwohl es diverse kleine Verbesserungen gibt, so ist kaum etwas wirklich essenziell oder bahnbrechend. Hier kann man aber natürlich auch argumentieren, dass bereits das Pixel 6 (Pro) ein hervorragendes Smartphone war und kaum Punkte hatte, die man als "Das muss Google beim Nachfolger dringend verbessern" bezeichnen konnte.
Pixel 7 und Pixel 7 Pro: Google stellt seine neuesten Smartphones vor
Wäre nicht im Sommer das - für seinen Preis hervorragende und für Einsteiger absolut empfehlenswerte - Pixel 6a erschienen, so müsste man auf diese Nomenklatur bei den aktuellen Modellen zurückgreifen. Denn man könnte aufgrund der eher minimalen Verbesserungen das Pixel 7 und das Pixel 7 Pro genauso gut Pixel 6a und Pixel 6a Pro kaufen, auch wenn dieser Vergleich natürlich hinkt, weil die "a"-Modelle abgespeckte Pixel-Smartphones meinen.
Wie dem auch sei: Wer dieser Tage ein neues Smartphone sucht, der kann bei der 7er-Reihe kaum etwas falsch machen. Denn diese ist im Hinblick auf die Hardware ausgezeichnet und in Bezug auf die Software sogar noch besser - schon alleine deshalb, weil man Android-Updates als Erstes erhält und die Vanilla-Version des Google-Betriebssystems die beste ist und bleibt.
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