Microsoft: DirectStorage wird durch GPU-Support dreifach schneller
Microsoft-Entwickler haben endlich ein Update für die DirectStorage-API angekündigt, mit dem die bereits länger erwartete GPU-Dekomprimierung eingeführt werden soll. Das beschleunigt die Ladezeiten enorm, da Grafikchips diese Arbeit besser verrichten können.
DirectStorage sorgt dafür, dass Gaming-Daten direkt von der SSD in den Speicher der Grafikkarte geladen werden, der Umweg über den normalen Arbeitsspeicher fällt hier also weg. Trotzdem erledigte die Dekomprimierung weiterhin die CPU, wodurch die Technologie zwar bereits eine Beschleunigung brachte, der einstige Flaschenhals aber noch immer nicht beseitigt war.
Das ändert sich mit der Version 1.1 der DirectStorage-API. Mit einem neuen Entwickler-Tool namens "GDeflate" konnte Microsoft hier bereits eine bis zu 200-prozentige beziehungsweise dreifache Leistungsverbesserung bei der Ladezeit zeigen - diese sank von 2,36 Sekunden auf nur noch 0,8 Sekunden. Außerdem wurde die CPU-Auslastung von 100 Prozent auf etwa 15 Prozent gesenkt, da die CPU-Kerne nicht mehr für die Dekomprimierung benötigt werden.
Entpacken mit GDeflate (GPU) und Zlib (CPU)
Die zuständigen Microsoft-Entwickler ergänzten außerdem, dass es "zusätzliche Optimierungen im IO-Stack" für Windows 11 gibt, die die Leistung weiter verbessern werden, obwohl DirectStorage sowohl unter Windows 11 als auch unter Windows 10 funktionieren sollte. Die beiden großen GPU-Anbieter AMD und Nvidia werden in Kürze Treiber mit DirectStorage-Support veröffentlichen. Derweil verspricht auch der Neueinsteiger Intel DirectStorage-Treiber. Die Arc-Grafikkarten sollten besonders vom neuen API profitieren, da der aktuelle Treiber anscheinend unter CPU-Overhead-Problemen leidet.
Für die Nutzer ist all dies in der Praxis aber noch wenig relevant, denn selbst die Version 1.0 stellt sich bisher nur als graue Theorie dar. Denn der erste Gaming-Titel, der DirectStorage offiziell unterstützt, ist "Forspoken", dessen Release inzwischen auf Ende Januar 2023 verschoben wurde.
Siehe auch:
Das ändert sich mit der Version 1.1 der DirectStorage-API. Mit einem neuen Entwickler-Tool namens "GDeflate" konnte Microsoft hier bereits eine bis zu 200-prozentige beziehungsweise dreifache Leistungsverbesserung bei der Ladezeit zeigen - diese sank von 2,36 Sekunden auf nur noch 0,8 Sekunden. Außerdem wurde die CPU-Auslastung von 100 Prozent auf etwa 15 Prozent gesenkt, da die CPU-Kerne nicht mehr für die Dekomprimierung benötigt werden.
Entpacken mit GDeflate (GPU) und Zlib (CPU)
Die zuständigen Microsoft-Entwickler ergänzten außerdem, dass es "zusätzliche Optimierungen im IO-Stack" für Windows 11 gibt, die die Leistung weiter verbessern werden, obwohl DirectStorage sowohl unter Windows 11 als auch unter Windows 10 funktionieren sollte. Die beiden großen GPU-Anbieter AMD und Nvidia werden in Kürze Treiber mit DirectStorage-Support veröffentlichen. Derweil verspricht auch der Neueinsteiger Intel DirectStorage-Treiber. Die Arc-Grafikkarten sollten besonders vom neuen API profitieren, da der aktuelle Treiber anscheinend unter CPU-Overhead-Problemen leidet.
Für die Nutzer ist all dies in der Praxis aber noch wenig relevant, denn selbst die Version 1.0 stellt sich bisher nur als graue Theorie dar. Denn der erste Gaming-Titel, der DirectStorage offiziell unterstützt, ist "Forspoken", dessen Release inzwischen auf Ende Januar 2023 verschoben wurde.
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Christian KahleRedakteur für Forschung, Energie und Raumfahrt
Begleitet die IT-Branche seit dem Dotcom-Boom, Informatik studierte er in Berlin. Sein Spektrum reicht von Quantencomputern über Solarstrom bis zur Raumfahrt.
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