Polarisierendes Steak: Magnetfeld macht gezüchtetes Fleisch viel besser
Man nehme eine tierische Zelle, packt sie in ein Magnetfeld, und schon ist die Basis für zellbasiertes Fleisch, das umweltfreundlicher und kostengünstiger produziert werden kann, fertig. So die Hoffnung von Wissenschaftlern, die das mit einer neuen Technik möglich machen wollen.
Fleischzüchtung: Neue Technik der National University of Singapore
Viele Anreize also, hier eine echte Alternative zu entwickeln. Genau die will jetzt ein Team der nationalen Universität von Singapur (NUS) mit einem sehr interessanten technischen Ansatz entwickelt haben. Unter der Leitung von Professor Alfredo Franco-Obregón vom NUS Institute for Health Innovation & Technology ist es gelungen, das Wachstum von zellbasiertem Fleisch durch magnetische Impulse anzuregen. Dabei geht es aber nicht darum, aus diesem Prozess direkt essbares Fleisch zu erzeugen. Vielmehr hat Franco-Obregón und sein Team damit einen Weg gefunden, das fötale Rinder-Serum vollständig zu ersetzen.
Das Team hat die Ergebnisse in der Fachzeitschrift Biomaterials präsentiert, für die entwickelte Technologie wurde ein Patent angemeldet. Wie das NUS-Team weiter mitteilt, führt man derzeit schon aktive Gespräche mit potenziellen Industriepartnern, um die Technik zu vermarkten.
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Aktuell ist Fleisch aus dem Labor eine dreckige Sache
Fleisch einfach im Labor züchten: An dieser Idee wird schon lange geforscht. Die Vorteile liegen auf der Hand: potenziell enorme Reduzierung des CO2-Abdrucks, fast vollständige Eliminierung der Übertragung von Krankheiten durch Zuchttiere und natürlich nicht zuletzt auch moralische Aspekte. Aktuelle Techniken zur Fleischzüchtung haben aber laut Phys alle noch große Nachteile: Die Basis bleibt hier weiter ein tierisches Erzeugnis, außerdem werden die Zellen mit sogenanntem fötalem Rinder-Serum (Fetal Bovine Serum, kurz FBS) zum Wachstum angeregt, das in einem nicht nur teuren, sondern auch grausamen Prozess aus dem Blut von Kuh-Föten gewonnen wird.
Fleischzüchtung: Neue Technik der National University of Singapore
Viele Anreize also, hier eine echte Alternative zu entwickeln. Genau die will jetzt ein Team der nationalen Universität von Singapur (NUS) mit einem sehr interessanten technischen Ansatz entwickelt haben. Unter der Leitung von Professor Alfredo Franco-Obregón vom NUS Institute for Health Innovation & Technology ist es gelungen, das Wachstum von zellbasiertem Fleisch durch magnetische Impulse anzuregen. Dabei geht es aber nicht darum, aus diesem Prozess direkt essbares Fleisch zu erzeugen. Vielmehr hat Franco-Obregón und sein Team damit einen Weg gefunden, das fötale Rinder-Serum vollständig zu ersetzen.
Der Prozess läuft
Wie die Wissenschaftler beschreiben, setzen Stammzellen, die einem speziell justierten Magnetfeld ausgesetzt werden, nach rund 10 Minuten eine Vielzahl von Molekülen frei, die "regenerative, metabolische, entzündungshemmende und immunstärkende Eigenschaften haben". Die Substanz, Teil des sogenannten Muskelsekretoms, sind für Wachstum, das Überleben und die Entwicklung von Zellen zu Gewebe verantwortlich. "Wir sind sehr gespannt auf die Möglichkeit, dass die magnetisch stimulierte Freisetzung von Sekretomen eines Tages den Bedarf an FBS bei der Produktion von kultiviertem Fleisch ersetzen könnte", so Studienleiter Franco-Obregón.Das Team hat die Ergebnisse in der Fachzeitschrift Biomaterials präsentiert, für die entwickelte Technologie wurde ein Patent angemeldet. Wie das NUS-Team weiter mitteilt, führt man derzeit schon aktive Gespräche mit potenziellen Industriepartnern, um die Technik zu vermarkten.
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