Eisen + Stickstoff: Firma baut Permanentmagnete ohne Seltene Erden
Die Elektrifizierung vieler Anwendungen bringt auch verschiedene Herausforderungen bei der Materialbeschaffung mit sich. Unter anderem ist der Bedarf an Permanentmagneten sprunghaft angestiegen - und mit ihm der Bedarf an entsprechenden Seltene-Erden-Metallen.
"Wenn man sich die Menge an Magneten anschaut, die in den nächsten zehn Jahren benötigt werden, ist es die dreifache Menge der heute verfügbaren", erklärte Jonathan Rowntree, Chef von Niron Magnetics. "Es gibt aber nur genug Seltene Erden, um die Menge der jährlich hergestellten Magnete zu verdoppeln. Es wird also in diesem Jahrzehnt ein großes Ungleichgewicht geben."
Entsprechend gut sieht man sich nun aufgestellt, um den absehbaren Mangel an Dauermagneten mithilfe der Eisennitrid-Technologie zu beheben. Bei diesen seien die Rohstoffe auch nicht nur günstiger und leichter zu bekommen. Weil Eisen und Stickstoff ohnehin weltweit in großen Mengen genutzt werden, habe man hier auch keine Probleme mit den Lieferketten zu befürchten.
Niron ist derzeit dabei, die Produktion des neuen Magnet-Materials hochzufahren. Das Unternehmen prüft auch schon verschiedene Standorte für weitere Produktionsanlagen, die jeweils in der Nähe zu potenziellen Kunden errichtet werden könnten.
Siehe auch:
Eisen plus Stickstoff
Um dem entgegenzuwirken, hat das US-Unternehmen Niron Magnetics einen neuen Magneten entwickelt, für dessen Herstellung lediglich zwei Elemente benötigt werden, die in großer Menge und preiswert verfügbar sind: Eisen und Stickstoff. Clean Earth Magnets (Saubere-Erden-Magnete) nennt die Firma ihr neues Produkt, das in Elektromotoren, Windturbinen und anderen Anwendungen genutzt werden kann, berichtet das US-Magazin Technology Review."Wenn man sich die Menge an Magneten anschaut, die in den nächsten zehn Jahren benötigt werden, ist es die dreifache Menge der heute verfügbaren", erklärte Jonathan Rowntree, Chef von Niron Magnetics. "Es gibt aber nur genug Seltene Erden, um die Menge der jährlich hergestellten Magnete zu verdoppeln. Es wird also in diesem Jahrzehnt ein großes Ungleichgewicht geben."
Entsprechend gut sieht man sich nun aufgestellt, um den absehbaren Mangel an Dauermagneten mithilfe der Eisennitrid-Technologie zu beheben. Bei diesen seien die Rohstoffe auch nicht nur günstiger und leichter zu bekommen. Weil Eisen und Stickstoff ohnehin weltweit in großen Mengen genutzt werden, habe man hier auch keine Probleme mit den Lieferketten zu befürchten.
Produktion fährt hoch
Ein weiterer wesentlicher Aspekt sei die deutlich höhere Umweltfreundlichkeit. "Je nachdem, welchen Teil man betrachtet, ob es sich um Wasser, Abfall oder Treibhausgasemissionen handelt, ist unser Produktionsprozess zwischen 70 und 90 Prozent effizienter als die derzeitigen Verfahren zur Herstellung von Seltenerdmetallen", sagte Rowntree. Das liegt vor allem auch daran, dass man ein Kilogramm der Metalle aus rund zwei Tonnen Erde und Gestein herauslösen müsse.Niron ist derzeit dabei, die Produktion des neuen Magnet-Materials hochzufahren. Das Unternehmen prüft auch schon verschiedene Standorte für weitere Produktionsanlagen, die jeweils in der Nähe zu potenziellen Kunden errichtet werden könnten.
Zusammenfassung
- Bedarf an Permanentmagneten und Seltenerdmetallen steigt
- US-Firma Niron entwickelt eisen- und stickstoffbasierte Magnete
- Clean Earth Magnets als Alternative
- Niron prognostiziert Ungleichgewicht im Magnete-Markt dieses Jahrzehnt
- Eisennitrid-Technologie verspricht robuste Lieferketten
- Neue Magnete sind umweltfreundlicher in der Herstellung
- Niron plant Produktionsausbau und lokale Fabriken
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Christian Kahle
Redakteur bei WinFuture
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