Neuer Chip schlägt bei Gammelfleisch schnell Alarm
Das soll zukünftig eine deutlich bessere und dichtere Kontrolle der Lieferkette von der Landwirtschaft bis in den Handel ermöglichen. Bisher war man meist auf Stichproben angewiesen, die im Rahmen einer relativ lange dauernden Laboruntersuchung geprüft wurden.
Der neue Chip erkennt zwei der wichtigsten mit Lebensmitteln verbreiteten Krankheitserreger: Die Campylobacter-Bakterien, die über Geflügelfleisch oder Milch übertragen werden können und entzündliche Durchfallerkrankungen auslösen, sowie Salmonellen.
Bei einer Analyse genügt dem Chip eine sehr kleine Probe. Über eine spezielle Reaktionsmethode (Polymerase Chain Reaction, PCR) wird die DNA eventuell vorhandener Bakterien reproduziert werden, bis eine ausreichende Menge zur eindeutigen Analyse vorhanden ist. Damit soll das Produkt auch Infektionen aufspüren, bei denen herkömmliche Labore wegen der zu geringen Konzentration an Krankheitserregern passen müssen.
Die Entwicklung des Chips erfolgt im Rahmen eines Projektes, dass drei Ziele verfolgt. Neben dem Aufspüren von Erregern in Lebensmitteln will man dies auch mit Wasser und Blut erreichen. Da die PCR auch mit den Erbinformationen anderer Bakterien funktioniert, könne hier schon bald ein breiteres Spektrum abgedeckt werden, hieß es.
Weitere Informationen: cordis.europa.eu
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Christian Kahle
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