Habeck: Energiekrise kostet die deutsche Wirtschaft 60 Milliarden Euro
Die Energiekrise kostet die deutsche Wirtschaft in diesem Jahr einen zweistelligen Milliarden-Betrag. Nächstes Jahr könnte es noch schlimmer kommen. Eine schnelle Lösung jahrelanger Fehlentwicklungen lässt sich nur schwer erreichen.
Mit einem Schaden von rund 60 Milliarden Euro rechne das Bundeswirtschaftsministerium für 2022, erklärte Minister Robert Habeck (Grüne) laut der Nachrichtenagentur DPA auf dem Klimakongress des Bundesverbands der Deutschen Industrie (BDI). Im Wesentlichen entstehen die Verluste aufgrund der Notwendigkeit, Energie kurzfristig bei anderen Anbietern als Russland zu kaufen.
Der russische Überfall der Ukraine und die daraus folgende wirtschaftliche Auseinandersetzung Moskaus mit dem Westen sind laut Habeck aber nicht das einzige Problem. "Auslöser der Krise ist der Wegfall von großen Energiemengen, die eigentlich als sicher eingeplant waren", sagte er und bezog sich dabei ebenso auf Atomstrom aus Frankreich, den man übergangsweise eigentlich auch brauchen würde. Dort stehen aber über die Hälfte der Kraftwerke still und der französische Präsident Emmanuel Macron räumte bereits ein, dass man ohne umfangreiche Strom-Importe aus Deutschland keine Versorgung hätte sicherstellen können.
Zuvor hatte BDI-Chef Siegfried Russwurm bekräftig, dass der Klimaschutz hohe Priorität behalten wird, auch wenn es in den kommenden Wochen erst einmal ums Überleben mancher Unternehmen gehen dürfte. Das ist auch kaum verwunderlich, denn in den Vorstandsetagen ist schon lange klar, dass die Umstellung auf klimafreundliche Technologien keine freundliche Zusatzleistung, sondern wirtschaftlich geboten ist. Immerhin zeigt sich aktuell nicht nur, dass erneuerbare Energien einen klaren Preisvorteil haben, sondern eben auch nicht in völliger Abhängigkeit von unberechenbaren Diktatoren produziert werden können.
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Der russische Überfall der Ukraine und die daraus folgende wirtschaftliche Auseinandersetzung Moskaus mit dem Westen sind laut Habeck aber nicht das einzige Problem. "Auslöser der Krise ist der Wegfall von großen Energiemengen, die eigentlich als sicher eingeplant waren", sagte er und bezog sich dabei ebenso auf Atomstrom aus Frankreich, den man übergangsweise eigentlich auch brauchen würde. Dort stehen aber über die Hälfte der Kraftwerke still und der französische Präsident Emmanuel Macron räumte bereits ein, dass man ohne umfangreiche Strom-Importe aus Deutschland keine Versorgung hätte sicherstellen können.
Mut und Orientierung
Um schnell wieder an einen Punkt zu kommen, an dem die Investitionsfähigkeit der deutschen Industrie erhalten bleibt, würden jetzt "massenhaft erneuerbare Energien" benötigt. Der Minister lobte im Zuge dessen den Ansatz der BDI-Mitglieder, trotz der aktuellen Krise an den Klimazielen festzuhalten. Das bringt über die Wirtschaft hinaus Mut und Orientierung. "Was für ein starkes Statement in dieser Zeit!", sagte er.Zuvor hatte BDI-Chef Siegfried Russwurm bekräftig, dass der Klimaschutz hohe Priorität behalten wird, auch wenn es in den kommenden Wochen erst einmal ums Überleben mancher Unternehmen gehen dürfte. Das ist auch kaum verwunderlich, denn in den Vorstandsetagen ist schon lange klar, dass die Umstellung auf klimafreundliche Technologien keine freundliche Zusatzleistung, sondern wirtschaftlich geboten ist. Immerhin zeigt sich aktuell nicht nur, dass erneuerbare Energien einen klaren Preisvorteil haben, sondern eben auch nicht in völliger Abhängigkeit von unberechenbaren Diktatoren produziert werden können.
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Christian Kahle
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