Energiekrise: CERN bereitet Abschaltung von Beschleunigern vor
Die europäische Energiekrise wirkt sich auch auf die wichtige Grundlagenforschung am CERN aus. Denn die dort betriebenen Anlagen benötigen viel Strom. Die Verantwortlichen wollen vor allem die Sicherheit der lokalen Netze gewährleisten.
"Unsere Sorge gilt wirklich der Netzstabilität, wir tun alles, um einen Stromausfall in unserer Region zu verhindern", sagte Serge Claudet, Vorsitzender des Energiemanagement-Ausschusses des CERN, gegenüber der US-Wirtschaftszeitung Wall Street Journal. Es geht dabei vor allem darum, einige der Teilchenbeschleuniger notfalls zügig abschalten zu können, wenn die Stromnachfrage zu hoch ist oder das Angebot zu gering.
In ganz Europa kommen derzeit einige Faktoren zusammen, die den Energiemarkt stark unter Druck setzen. So setzt das russische Regime die Abhängigkeit des Kontinents vom Erdgas als Waffe im Wirtschaftskrieg ein. Hinzu kommt, dass aufgrund der Klimakrise eine Reihe von Atom- und Wasserkraftwerken nicht die gewohnten Leistungen bringen. In Frankreich sind weiterhin diverse Kernkraftwerke aus Altersgründen und mangelnder Wartung außer Betrieb.
Die Priorität des CERN-Managements liegt aktuell darauf, den Large Hadron Collider (LHC) in Betrieb zu halten. Dabei handelt es sich um den größten der acht Teilchenbeschleuniger der Anlage. Die Maschine hat immerhin rund 4,4 Milliarden Dollar gekostet und entsprechend groß ist das Interesse, dass das System so lange läuft und Daten liefert, wie es möglich ist.
Durch die Abschaltung der anderen Beschleuniger könnte man immerhin schon 25 Prozent Energie einsparen. Mit dem Stromversorger, der französischen EDF, ist man außerdem in Kontakt, um möglichst einen Tag vorher zu erfahren, wenn eine Reduzierung des Verbrauchs nötig wäre.
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In ganz Europa kommen derzeit einige Faktoren zusammen, die den Energiemarkt stark unter Druck setzen. So setzt das russische Regime die Abhängigkeit des Kontinents vom Erdgas als Waffe im Wirtschaftskrieg ein. Hinzu kommt, dass aufgrund der Klimakrise eine Reihe von Atom- und Wasserkraftwerken nicht die gewohnten Leistungen bringen. In Frankreich sind weiterhin diverse Kernkraftwerke aus Altersgründen und mangelnder Wartung außer Betrieb.
LHC soll laufen
Überall sind daher vor allem auch Großverbraucher mit Schwierigkeiten konfrontiert und fahren ihre Arbeit teilweise herunter. Das gilt nun aber eben nicht nur für energieintensive Industriezweige, sondern auch für eine Forschungseinrichtung wie CERN. Dieses zieht im Spitzenbetrieb immerhin rund 200 Megawatt, das ist fast ein Drittel dessen, was die nahegelegene Großstadt Genf benötigt.Die Priorität des CERN-Managements liegt aktuell darauf, den Large Hadron Collider (LHC) in Betrieb zu halten. Dabei handelt es sich um den größten der acht Teilchenbeschleuniger der Anlage. Die Maschine hat immerhin rund 4,4 Milliarden Dollar gekostet und entsprechend groß ist das Interesse, dass das System so lange läuft und Daten liefert, wie es möglich ist.
Durch die Abschaltung der anderen Beschleuniger könnte man immerhin schon 25 Prozent Energie einsparen. Mit dem Stromversorger, der französischen EDF, ist man außerdem in Kontakt, um möglichst einen Tag vorher zu erfahren, wenn eine Reduzierung des Verbrauchs nötig wäre.
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