Frankreich läuft zum Winter hin auf massiven Energie-Notstand zu
In Frankreich wurde erstmals der für wirkliche Notfälle vorgesehene nationale Sicherheitsrat einberufen, um Maßnahmen gegen einen drohenden Energie-Notstand zu beraten. Dieser droht dem Land vor allem aufgrund seiner Schwerpunktsetzung auf Kernkraft.
Präsident Emmanuel Macron hat daher nun den Sicherheitsrat einberufen, in dem Experten morgen über den weiteren Umgang mit der Krisensituation beraten sollen. Denn einerseits will man keine Proteste in der Bevölkerung provozieren, andererseits kann die massive Subventionierung der Strompreise auch nicht mehr wie bisher fortgesetzt werden. Das berichtet das Redaktionsnetzwerk Deutschland.
Bereits vor Monaten konnte ein guter Teil der Atommeiler in Frankreich nicht arbeiten, weil die Reaktorblöcke marode sind und Wartungsarbeiten nicht vorankommen. Weitere fielen aus, als aufgrund der Dürre nicht mehr ausreichend Kühlwasser aus den Flüssen entnommen werden konnte. Selbst wenn demnächst Niederschläge kommen und die Dürre sich etwas abschwächt, verbleibt aber eine deutliche Stromlücke.
Diese konnte Frankreich bisher durch Importe über das europäische Verbundnetz ausgleichen. So wurden unter anderem von den deutschen Netzbetreibern große Mengen Strom aus den Wind- und Solaranlagen exportiert. Im Winter werden insbesondere die Überschüsse aus den Photovoltaik-Anlagen geringer ausfallen und gleichzeitig fangen die Franzosen an zu heizen - und das meist mit Strom, der bisher immer billig bereitgestellt wurde.
Eine Lösung des Problems ist derweil nicht in Sicht. Immerhin muss man davon ausgehen, dass auch die kommenden Sommer nicht besser laufen werden. Und der Stromkonzern EDF verfügt allein nicht über die Mittel, um die teuren Wartungen an den Kernkraftwerken zu stemmen. Macron will zwar neue Meiler bauen lassen, doch wären diese im besten Fall 2035 verfügbar. Kurzfristig will man zumindest mehr auf Windkraft setzen, doch auch hier lassen sich die nötigen Kapazitäten nicht von heute auf morgen bauen.
Siehe auch: Frankreich will AKW-Betreiber EDF jetzt komplett verstaatlichen
Bereits vor Monaten konnte ein guter Teil der Atommeiler in Frankreich nicht arbeiten, weil die Reaktorblöcke marode sind und Wartungsarbeiten nicht vorankommen. Weitere fielen aus, als aufgrund der Dürre nicht mehr ausreichend Kühlwasser aus den Flüssen entnommen werden konnte. Selbst wenn demnächst Niederschläge kommen und die Dürre sich etwas abschwächt, verbleibt aber eine deutliche Stromlücke.
Diese konnte Frankreich bisher durch Importe über das europäische Verbundnetz ausgleichen. So wurden unter anderem von den deutschen Netzbetreibern große Mengen Strom aus den Wind- und Solaranlagen exportiert. Im Winter werden insbesondere die Überschüsse aus den Photovoltaik-Anlagen geringer ausfallen und gleichzeitig fangen die Franzosen an zu heizen - und das meist mit Strom, der bisher immer billig bereitgestellt wurde.
Deckelung extrem teuer
Frankreichs Regierung hatte die Erhöhung der Stromkosten für die Verbraucher bisher auf 4 Prozent gedeckelt. Allein diese Maßnahme kostete den Staat schon über 20 Milliarden Euro und diese werden letztlich ebenfalls - nur eben indirekt - vom Steuerzahler bezahlt. Wäre Paris hier nicht eingesprungen, hätten sich die Preise eigentlich bereits verdoppelt. Dabei könnte der Preis aber eben noch das kleinste Problem darstellen. Da die Stromproduktion derzeit bei unter 50 Prozent des Vorjahresniveaus liegt, könnten stockende Importe zu Ausfällen führen. Das kann dann dazu führen, dass erst einmal nur noch die privaten Haushalte und kritische Bereiche der Wirtschaft versorgt werden und andere Betriebe zwangsweise schließen müssen.Eine Lösung des Problems ist derweil nicht in Sicht. Immerhin muss man davon ausgehen, dass auch die kommenden Sommer nicht besser laufen werden. Und der Stromkonzern EDF verfügt allein nicht über die Mittel, um die teuren Wartungen an den Kernkraftwerken zu stemmen. Macron will zwar neue Meiler bauen lassen, doch wären diese im besten Fall 2035 verfügbar. Kurzfristig will man zumindest mehr auf Windkraft setzen, doch auch hier lassen sich die nötigen Kapazitäten nicht von heute auf morgen bauen.
Siehe auch: Frankreich will AKW-Betreiber EDF jetzt komplett verstaatlichen
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Christian Kahle
Redakteur bei WinFuture
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