Microsoft liefert jetzt ein detaillierteres Bild des russischen Cyberwars

Der Cyberwar Russlands gegen die Ukraine scheint kaum stattzufinden. Das liegt laut eines neuen Berichts Microsofts aber vor allem daran, dass es wenig spektakuläre Hacks, sondern einen kontinuierlichen Druck im Verborgenen gibt.
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Viele Laien dürften damit gerechnet haben, dass beispielsweise russische Hacker in aufsehenerregenden Aktionen kritische Infrastrukturen lahmlegen oder Ähnliches. So etwas fand allerdings nur in sehr begrenztem Rahmen statt. Stattdessen führt Russland aber beständig Spionage-Kampagnen durch, die inzwischen in 42 Ländern auf allen Kontinenten wahrzunehmen sind. Im Fokus standen natürlich die NATO-Mitgliedsstaaten und andere Unterstützer der Ukraine.
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"Die russische Invasion stützt sich zum Teil auf eine Cyberstrategie, die mindestens drei verschiedene und manchmal koordinierte Bemühungen umfasst: Zerstörerische Cyberangriffe innerhalb der Ukraine, Netzwerkpenetration und Spionage außerhalb der Ukraine und Einflussoperationen, die auf Menschen in der ganzen Welt abzielen", so Microsoft-Präsident Brad Smith in dem Bericht.

Die Vereinigten Staaten waren laut Microsoft das Hauptziel Russlands, aber das Unternehmen stellte auch zahlreiche Aktivitäten in Polen - das an die Ukraine grenzt und dem Land umfangreiche militärische und humanitäre Hilfe leistet - sowie in den baltischen Staaten fest. Microsoft wies auch auf eine Zunahme der Angriffe auf Netzwerke in Ländern wie Finnland und Schweden hin, die kürzlich einen Antrag auf NATO-Mitgliedschaft gestellt haben, sowie auf die Türkei, die sich gegen diese Anträge ausgesprochen hat.

Offizielle Stellen im Visier

Fast die Hälfte der beobachteten Aktivitäten richtete sich gegen Regierungen und Behörden, weitere 12 Prozent gegen Nichtregierungsorganisationen, die die Ukraine in außenpolitischen Fragen beraten oder humanitäre Hilfe leisten. Andere russische Angriffe zielten dem Bericht zufolge auf IT-Unternehmen, den Energiesektor und Verteidigungseinrichtungen. Allerdings waren nur 29 Prozent der Attacken erfolgreich und in etwa einem Viertel der Fälle flossen nachgewiesenermaßen Daten ab - was das Hauptziel der Aktivitäten darstellt.

Nicht zu vernachlässigen ist aber auch die Propaganda-Schlacht, die Russland in den diversen Social Networks und anderen Bereichen des Netzes führt. Dass der Kreml fest angestellte Leute aufbietet, die versuchen, in den Kommentarspalten Stimmung zu machen und Zweifel zu säen, ist schon länger bekannt. In den letzten Monaten hat dies laut Microsoft aber noch einmal deutlich zugenommen.

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