Volkswagen plant statt eigenem VW-Chip nun doch nur "Partnerschaft"
Anfang Mai wurde bekannt, dass der Automobilhersteller Volkswagen einen Vertrag mit dem US-Chipproduzent Qualcomm geschlossen hat. Das war eine Überraschung, denn zuvor hatte es andere Hinweise gegeben - nun meldet sich VW-Entwicklungsmanager Klaus Hofmockel zu Wort.
Aus Wolfsburg gab es vor geraumer Zeit eine spannende Meldung: Der Automobilhersteller plant, in Zukunft durch eine eigene Chip-Entwicklung den Erfolg seiner Fahrzeuge auch in diesem Bereich selbst in die Hand zu nehmen. Da die Fahrzeuge heute mehr denn je "rollende Computer" sind, war das eine logische Konsequenz, um der Konkurrenz nicht hinterherzulaufen.
Infografik: Der autonome Autofahrer verschwindet
Volkswagen hat dabei laut VW-Chef Herbert Diess die Entwicklung eigener Prozessor-Plattformen für autonome Fahrzeuge bereits vor über einem Jahr aufgenommen. Damals hieß es, VW folge mit der Entscheidung, High-Performance-Chips für autonom fahrende Autos selbst zu entwickeln, dem Vorbild von Apple und Tesla. Geplant war zudem, ab 2025 den eigenen VW-Chip einzusetzen.
"Wir müssen insgesamt neue Wege zu einer stärkeren Zentralisierung der Rechnersysteme im Auto gehen", sagte Hofmockel in einem Interview. "Das erleichtert - neben einfacheren Software-Updates und einfacherer Wartung - am Ende auch den Umgang mit den verschiedenen Lieferketten." Zu den Lieferketten führte er weiter aus: "Es geht im nächsten Schritt eher um ein Co-Design zwischen Auto- und Halbleiterherstellern - also darum, auf Augenhöhe gemeinsam zu definieren, welche Systeme am besten funktionieren."
VW will aber die neuen Hochleistungs-Chips von Anfang an mitplanen, den Eigenanteil aber erst nach und nach steigern. "In der Kooperation mit Qualcomm greifen wir zunächst auf bestehende Chipdesigns zurück, die in das VW-Betriebssystem integriert werden. Später wird dann die Entwicklung maßgefertigter Chips stärker im Vordergrund stehen." Neben dem US-Chipkonzern Qualcomm wird Bosch als Partner an der Seite von Volkswagen bleiben.
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Volkswagen hat dabei laut VW-Chef Herbert Diess die Entwicklung eigener Prozessor-Plattformen für autonome Fahrzeuge bereits vor über einem Jahr aufgenommen. Damals hieß es, VW folge mit der Entscheidung, High-Performance-Chips für autonom fahrende Autos selbst zu entwickeln, dem Vorbild von Apple und Tesla. Geplant war zudem, ab 2025 den eigenen VW-Chip einzusetzen.
Komplette Chip-Eigenentwicklung erst einmal vom Tisch
Jetzt gibt es eine halbe Rolle rückwärts: Laut einem Bericht der Nachrichtenagentur dpa sei die neue Partnerschaft mit Qualcomm in erster Linien nicht dafür gedacht, dass der Chip-Produzent den VW-eigenen Prozessor baut - Qualcomm soll zunächst auch die Chips entwickeln. Klaus Hofmockel, Hardware-Entwicklungsmanager bei der Volkswagen IT-Sparte Cariad, sprach das jetzt auch erstmals ganz präzise so aus."Wir müssen insgesamt neue Wege zu einer stärkeren Zentralisierung der Rechnersysteme im Auto gehen", sagte Hofmockel in einem Interview. "Das erleichtert - neben einfacheren Software-Updates und einfacherer Wartung - am Ende auch den Umgang mit den verschiedenen Lieferketten." Zu den Lieferketten führte er weiter aus: "Es geht im nächsten Schritt eher um ein Co-Design zwischen Auto- und Halbleiterherstellern - also darum, auf Augenhöhe gemeinsam zu definieren, welche Systeme am besten funktionieren."
VW will aber die neuen Hochleistungs-Chips von Anfang an mitplanen, den Eigenanteil aber erst nach und nach steigern. "In der Kooperation mit Qualcomm greifen wir zunächst auf bestehende Chipdesigns zurück, die in das VW-Betriebssystem integriert werden. Später wird dann die Entwicklung maßgefertigter Chips stärker im Vordergrund stehen." Neben dem US-Chipkonzern Qualcomm wird Bosch als Partner an der Seite von Volkswagen bleiben.
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