Panzer mit Schleudergang? - Russland-Embargo zeigt sich im Militär
Das Embargo auf High Tech-Lieferungen an Russland zeigt offensichtlich bereits Wirkung. So gibt es zunehmend Berichte, dass auch die in der Ukraine eingesetzte Kriegstechnik teilweise provisorisch mit Elektronik-Komponenten aus dem nichtmilitärischem Bereich bestückt wird.
"Wir haben Berichte von Ukrainern, dass russische Militärausrüstung, die sie vor Ort finden, mit Halbleiter-Bauteilen bestückt ist, die aus Geschirrspülern und Kühlschränken entnommen wurden", erklärte US-Handelsministerin Gina Raimondo laut eines Berichtes der Washington Post gegenüber dem US-Senat. Dies würde bedeuten, dass die Zielsetzung der Sanktionen erreicht wird. Die Maßnahmen sollen letztlich dazu führen, dass die Fähigkeiten Russlands, den Angriffskrieg gegen die Ukraine weiterzuführen, massiv eingeschränkt werden.
Russland kann viele Elektronik-Komponenten nicht selbst herstellen und ist hier komplett von Importen abhängig. Seit dem Beginn des Angriffs Ende Februar sind die Exporte technologischer Erzeugnisse aus den USA an russische Kunden bereits um rund 70 Prozent zurückgegangen, wie Daten der zuständigen Behörde für Exportaufsicht zeigen. Zahlreiche andere Staaten haben ebenfalls vergleichbare Embargo-Maßnahmen ergriffen.
Wenn nun Komponenten in den militärischen Systemen eingesetzt werden, die für zivile Produkte gedacht waren, zeugt dies von einer gewissen Flexibilität der russischen Ingenieure, die sich um die Wartung des Materials zu kümmern haben. Die Kehrseite dessen ist es, dass die fraglichen Komponenten längst nicht zuverlässig funktionieren und den Spezifikationen entsprechen, wie es bei militärischer High-Tech eigentlich erwartet wird. Die Folge ist, dass bestimmte Systeme zumindest überhaupt noch einsetzbar sind - aber oft nicht mehr mit der gewohnten Qualität und Genauigkeit.
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Russland kann viele Elektronik-Komponenten nicht selbst herstellen und ist hier komplett von Importen abhängig. Seit dem Beginn des Angriffs Ende Februar sind die Exporte technologischer Erzeugnisse aus den USA an russische Kunden bereits um rund 70 Prozent zurückgegangen, wie Daten der zuständigen Behörde für Exportaufsicht zeigen. Zahlreiche andere Staaten haben ebenfalls vergleichbare Embargo-Maßnahmen ergriffen.
Besser als nichts
"Unser Ansatz war es, Russland Technologie zu verweigern - was ihre Fähigkeit, eine militärische Operation fortzusetzen, beeinträchtigen würde. Und genau das tun wir auch", sagte Raimondo in ihrer Antwort auf eine Frage der Senatorin Jeanne Shaheen zu den Auswirkungen der Exportkontrollen. Bei Produkten wie Chips und Lasern, die direkt für militärische Anwendungen genutzt werden können, seien die Lieferungen um bis zu 97 Prozent zurückgegangen.Wenn nun Komponenten in den militärischen Systemen eingesetzt werden, die für zivile Produkte gedacht waren, zeugt dies von einer gewissen Flexibilität der russischen Ingenieure, die sich um die Wartung des Materials zu kümmern haben. Die Kehrseite dessen ist es, dass die fraglichen Komponenten längst nicht zuverlässig funktionieren und den Spezifikationen entsprechen, wie es bei militärischer High-Tech eigentlich erwartet wird. Die Folge ist, dass bestimmte Systeme zumindest überhaupt noch einsetzbar sind - aber oft nicht mehr mit der gewohnten Qualität und Genauigkeit.
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Christian Kahle
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