Russische Kampf-Flieger mit normalen Navis, alte Karten am Boden

Dass die russischen Streitkräfte technisch nicht gerade auf dem neuesten Stand sind, zeigt sich in ihrem Angriffskrieg gegen die Ukraine immer wieder. So auch anhand handelsüblicher Na­vi­ga­ti­ons-Sys­te­me, die in Cockpits abgeschossener Kampf­flug­zeu­ge ge­fun­den wurden.
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Auf diese verwies der britische Verteidigungsminister Ben Wallace beispielhaft, als er kürzlich auf einer Gedenkveranstaltung für die Opfer des Zweiten Weltkriegs auftrat. Um eine Brücke von der Vergangenheit in die Gegenwart zu schlagen, ging er dabei auch auf die "sinnlose und selbstzerstörerische" Invasion Russlands gegen die Ukraine ein. Dabei verwies er darauf, dass es verschiedene Anzeichen dafür gebe, dass die russische Militärtechnik in der Operation an ihre Grenzen stoße.

"An den Armaturenbrettern abgeschossener russischer Su-34 wurden GPS-Empfänger gefunden, anhand derer die Piloten ihre aktuelle Position bestimmen konnten", sagte Wallace. Ob diese nun tatsächlich GPS oder das russische Glonass verwenden, spielt dabei letztlich keine Rolle. Letztlich geht es darum, dass die originale Technik auf einem recht veralteten Stand ist. Die Su-34 wurde in den 1990er Jahren entwickelt. Eine Modernisierung der Bordelektronik ist zwar vorgesehen oder wurde begonnen, allerdings scheinen längst nicht alle Maschinen auf neuerem Stand zu sein. Bei noch älteren Modellen dürfte es kaum anders aussehen.

Zahlreiche Probleme

Das liegt aber wahrscheinlich nicht so sehr an den Fähigkeiten der russischen Ingenieure, sondern vielmehr an der schlechten Versorgungs-Situation, mit der das Militär schon lange zu kämpfen hat. Fehlende Gelder, Korruption und eine problematische Hierarchie sorgen hier in Wechselwirkung dafür, dass die verfügbare Technik am Ende voller Defekte und Wartungsrückstände ist.

Das zeigte sich auch schon an diversen anderen Beispielen. So wurden in verlassenen russischen Militärfahrzeugen bereits mehrfach Landkarten der Ukraine auf Papier gefunden, die bereits in den 1980er Jahren gedruckt wurden. In den Schützenpanzern, die im Gefecht unterwegs sind, fanden sich teilweise auch Erste-Hilfe-Päckchen, die 1978 produziert wurden.

Insbesondere der mangelhafte Zustand der Technik dürfte dabei eines der größten Probleme verursachen, das den russischen Invasoren immer wieder von Militärexperten bescheinigt wird: Die verschiedenen Waffengattungen können schlicht keine integrierten Operationen ausführen, in denen die verschiedenen Einheiten eng aufeinander abgestimmt sind. Die Folge sind ein ineffizientes Vorgehen der Truppen und hohe Verluste.

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