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DSL: Billig-Bauteil ermöglicht mehrere Gigabit/s über altes Kupfer
Über die alten Kupferleitungen des Festnetzes lassen sich deutlich höhere Bandbreiten erreichen als man bisher dachte. Britische Forscher haben das theoretische Maximum durch Rückgriff auf eine alte Komponente aus der Funktechnik mal eben vervielfacht.
Die bisher besten Verfahren der DSL-Technologie kommen in der Praxis auf wenige hundert Megabit pro Sekunde. Wissenschaftler der University of Cambridge erklärten aber nun, dass sie deutlich mehr zu bieten haben. Dafür muss allerdings die Frequenz der Trägerwelle in der Kupferleitung massiv gesteigert werden - was laut den Beteiligten des Forschungsprojekts durchaus möglich ist.
"Diese Kabel sind eigentlich schon sehr alt, sie wurden von Alexander Graham Bell erfunden, und seither hat sich niemand mehr mit den theoretischen Grenzen befasst", sagte Projektleiter Ergin Dinc. Er und seine Kollegen erklärten, dass ihre Ergebnisse es Häusern in der Nähe von Glasfaserkabeln ermöglichen könnten, höhere Internet-Geschwindigkeiten zu erreichen, ohne die Kosten für die Verlegung von Glasfaserkabeln bis zu ihrem Haus aufbringen zu müssen.
Sie setzen hierfür auf eine kleine und billige Komponente namens Balun, einem Balanced-Unbalanced-Wandler aus der Hochfrequenztechnik, wie in dem Paper beschrieben wird, das das Team in Nature Communications veröffentlichte. Damit steigerten sie die Frequenz des Trägersignals in den Kupferleitungen von derzeit meist unter einem Gigahertz auf fünf Gigahertz. Auch wenn es theoretisch danach aussieht, würde dies laut Dinc aber kaum eine Vervielfachung der Bandbreite im gleichen Umfang bedeuten - eben weil die Fehlerraten ebenfalls kräftig ansteigen. Für die Praxis rechnet er allerdings damit, dass so auf der Kupferleitung durchaus auch Bandbreiten von 3 Gigabit erreicht werden können.
Siehe auch: Bis das Kupfer platzt: DSL-Pionier will Terabit-Durchsatz schaffen
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"Diese Kabel sind eigentlich schon sehr alt, sie wurden von Alexander Graham Bell erfunden, und seither hat sich niemand mehr mit den theoretischen Grenzen befasst", sagte Projektleiter Ergin Dinc. Er und seine Kollegen erklärten, dass ihre Ergebnisse es Häusern in der Nähe von Glasfaserkabeln ermöglichen könnten, höhere Internet-Geschwindigkeiten zu erreichen, ohne die Kosten für die Verlegung von Glasfaserkabeln bis zu ihrem Haus aufbringen zu müssen.
Frequenz maximal steigern
Das Kernproblem der DSL-Technologie steht hier auch gleich im Raum: Über größere Entfernungen funktionieren die höchsten Geschwindigkeiten aus physikalischen Gründen nicht. Denn die Dämpfung in den sehr dünnen Kupfer-Adern ist ziemlich stark. Allerdings sollte es funktionieren, die Übertragungsraten in den bestehenden DSL-Infrastrukturen noch einmal deutlich auszubauen.Sie setzen hierfür auf eine kleine und billige Komponente namens Balun, einem Balanced-Unbalanced-Wandler aus der Hochfrequenztechnik, wie in dem Paper beschrieben wird, das das Team in Nature Communications veröffentlichte. Damit steigerten sie die Frequenz des Trägersignals in den Kupferleitungen von derzeit meist unter einem Gigahertz auf fünf Gigahertz. Auch wenn es theoretisch danach aussieht, würde dies laut Dinc aber kaum eine Vervielfachung der Bandbreite im gleichen Umfang bedeuten - eben weil die Fehlerraten ebenfalls kräftig ansteigen. Für die Praxis rechnet er allerdings damit, dass so auf der Kupferleitung durchaus auch Bandbreiten von 3 Gigabit erreicht werden können.
Siehe auch: Bis das Kupfer platzt: DSL-Pionier will Terabit-Durchsatz schaffen
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