Google Project Zero verzeichnete 2021 Rekordwert an Zero-Days
Das Project Zero des kalifornischen Suchmaschinenriesen ist ein Team von Google-Sicherheitsexperten, die sich um eigene und auch externe Bedrohungen kümmern. Und 2021 hatten die Lückenjäger mehr zu tun denn je, sie verzeichneten einen Rekordwert an Zero-Day-Exploits.
Google hat vor kurzem seinen jährlichen Report zu den Sicherheitslücken und -bedrohungen veröffentlicht, die die Technikwelt im Vorjahr heimgesucht haben - und das waren etliche, ja man kann von mehr denn je sprechen. Zunächst erläutern die Kalifornier, was man damit bezweckt: "Ziel dieses Berichts ist es nicht, jeden einzelnen Exploit im Detail zu beschreiben, sondern die Exploits des Jahres als Gruppe zu analysieren und nach Trends, Lücken, Lehren, Erfolgen usw. zu suchen."
0-Days in 'freier Wildbahn' seit 2015
So bestehe trotz dieser hohen Zahl nicht unbedingt auch Grund zur Sorge oder gar Panik, meint Google. Denn die gute Nachricht ist, so Project Zero, dass die Methodik der Angreifer sich im Vergleich zu den Vorjahren nicht wesentlich geändert habe: "Angreifer haben Erfolg, wenn sie dieselben Fehlermuster und Ausnutzungstechniken verwenden und auf dieselben Angriffsflächen abzielen."
Das bedeutet aber auch, dass die Sicherheitsindustrie schneller 0-Day-Szenarien aufspüren und auch besser darauf reagieren kann. Gleichzeitig warnt Google aber auch, dass man sich auf diesen Erfolgen ausruhen kann und soll.
Die meisten 0-Days wurden im hauseigenen Chromium aufgespürt, genauer gesagt waren es 14. Apples WebKit kam auf sieben Lücken, der eigentlich längst tote Internet Explorer erreichte noch vier. Windows kam auf zehn Zero-Days, Android zählte sieben Exploits, Microsoft Exchange Server fünf, iOS vier und eine Lücke gab es auf MacOS.
Verdoppelung entdeckter Exploits
Im Vorjahr hat es eine regelrechte Explosion an 0-Day-Exploits gegeben, laut Google Project Zero konnte man 2021 insgesamt 58 solcher schwerer Lücken zählen. Das ist im Vergleich zu 2020 mehr als doppelt so viel, damals waren es "nur" 25 Zero-Days. Allerdings bedeutet das nicht zwangsläufig, dass die Angreifer aktiver und erfolgreicher geworden sind.
0-Days in 'freier Wildbahn' seit 2015
So bestehe trotz dieser hohen Zahl nicht unbedingt auch Grund zur Sorge oder gar Panik, meint Google. Denn die gute Nachricht ist, so Project Zero, dass die Methodik der Angreifer sich im Vergleich zu den Vorjahren nicht wesentlich geändert habe: "Angreifer haben Erfolg, wenn sie dieselben Fehlermuster und Ausnutzungstechniken verwenden und auf dieselben Angriffsflächen abzielen."
Das bedeutet aber auch, dass die Sicherheitsindustrie schneller 0-Day-Szenarien aufspüren und auch besser darauf reagieren kann. Gleichzeitig warnt Google aber auch, dass man sich auf diesen Erfolgen ausruhen kann und soll.
Lob für Microsoft, Apple und Co.
Lob gab es von Google auch für die eigenen Teams sowie Partner und Mitbewerber: Microsoft, Apple, Apache und die eigenen Chromium- und Android-Teams hätten gute Arbeit geleistet, 2021 Sicherheitslücken in den jeweiligen Produkten öffentlich gemacht zu haben. Doch nicht alle wurden gelobt: So wurden auch bei Qualcomm und ARM Lücken entdeckt und veröffentlicht, die Hersteller selbst haben dazu aber nichts in den eigenen Sicherheitsberichten mitgeteilt.Die meisten 0-Days wurden im hauseigenen Chromium aufgespürt, genauer gesagt waren es 14. Apples WebKit kam auf sieben Lücken, der eigentlich längst tote Internet Explorer erreichte noch vier. Windows kam auf zehn Zero-Days, Android zählte sieben Exploits, Microsoft Exchange Server fünf, iOS vier und eine Lücke gab es auf MacOS.
Thema:
Witold PryjdaSenior Redakteur
Seit 1996 im Journalismus, ausgebildet an der Österreichischen Medienakademie. Sein Spektrum reicht von Robotern und KI über E-Autos bis zur Militärtechnik.
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