Intel hat seine Aktivitäten in Russland jetzt vollständig gestoppt
Der Chipkonzern Intel hat jetzt sämtliche Aktivitäten in Russland eingestellt. Das teilte das Unternehmen jetzt mit. Dies stellt praktisch die zweite Stufe dar, nachdem man vor einiger Zeit schon sämtliche Produkt-Lieferungen gestoppt hatte.
In Russland beschäftigt Intel immerhin 1200 Mitarbeiter. Diese waren bisher für vielfältige Aufgaben zuständig - vom Vertrieb über die Zusammenarbeit mit lokalen Kunden und Kooperationspartern, in der Entwicklung und einigem mehr. All die dort laufenden Prozesse halbwegs geordnet herunterzufahren ist eine längere Angelegenheit als nur zu entscheiden, dass keine weiteren Chips mehr nach Russland geliefert werden.
"Wir arbeiten daran, alle unsere Mitarbeiter in dieser schwierigen Situation zu unterstützen, einschließlich unserer 1.200 Mitarbeiter in Russland. Wir haben auch Maßnahmen ergriffen, die die Unterbrechung unserer weltweiten Aktivitäten minimieren sollen", hieß es seitens des Konzerns. Von der Stilllegung der Geschäftsprozesse ist nicht nur Russland, sondern auch Belarus betroffen.
Infolgedessen ist es den Unternehmen in Russland schon nicht mehr möglich, ihre Kapazitäten in Datenzentren zu erweitern. Das ist vor allem deshalb schwierig, weil man auch verschiedene Dienste, die bisher im Ausland gehostet werden konnten, wieder in die nationalen Infrastrukturen zurückholen muss. Und Ausfälle lassen sich ebenfalls nicht mehr kompensieren. Neben den finanziellen Sanktionen dürfte dies also mit am stärksten dazu beitragen, die russische Wirtschaft zu lähmen und eine langfristige Fortführung des Kriegskurses zu erschweren.
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"Wir arbeiten daran, alle unsere Mitarbeiter in dieser schwierigen Situation zu unterstützen, einschließlich unserer 1.200 Mitarbeiter in Russland. Wir haben auch Maßnahmen ergriffen, die die Unterbrechung unserer weltweiten Aktivitäten minimieren sollen", hieß es seitens des Konzerns. Von der Stilllegung der Geschäftsprozesse ist nicht nur Russland, sondern auch Belarus betroffen.
IT fährt jetzt auf Verschleiß
Russische Unternehmen haben aufgrund des Embargos derzeit im Grunde kaum noch eine Möglichkeit, an moderne Chips zu kommen. Neben Intel und AMD hat auch TSMC verkündet, nichts mehr nach Russland zu liefern, womit auch so gut wie alle ARM-SoCs als Alternative wegfallen. Als größerer Hersteller wäre ansonsten noch Samsung zu nennen, allerdings beteiligt sich auch Südkorea in vollem Umfang an den Sanktionen.Infolgedessen ist es den Unternehmen in Russland schon nicht mehr möglich, ihre Kapazitäten in Datenzentren zu erweitern. Das ist vor allem deshalb schwierig, weil man auch verschiedene Dienste, die bisher im Ausland gehostet werden konnten, wieder in die nationalen Infrastrukturen zurückholen muss. Und Ausfälle lassen sich ebenfalls nicht mehr kompensieren. Neben den finanziellen Sanktionen dürfte dies also mit am stärksten dazu beitragen, die russische Wirtschaft zu lähmen und eine langfristige Fortführung des Kriegskurses zu erschweren.
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Christian Kahle
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