Australien: Größtes Kohlekraftwerk ohne Chance gegen Erneuerbare
Australien gehört mit zu den großen Kohle-Volkswirtschaften - und auch hier kommt der Ausstieg aus dem fossilen Brennstoff schneller als gedacht. Denn die Kohlekraftwerke können preislich nicht mehr mit den erneuerbaren Energiequellen mithalten.
Der Energieversorger Origin Energy teilte jetzt mit, dass man die Eraring Power Station im Norden der Metropole Sydney im Jahr 2025 abschalten werde. Es handelt sich dabei um das größte Kohlekraftwerk Australiens. Dieses bringt es bei maximaler Last auf eine Stromerzeugung von 2880 Megawatt. Nach den bisherigen Planungen sollte die 1982 in Betrieb genommene Anlage eigentlich erst 2032 in den Ruhestand gehen.
Dass die Abschaltung nun sieben Jahre früher erfolgen soll, begründet der Betreiber mit wirtschaftlichen Entwicklungen. "Der australische Energiemarkt unterscheidet sich heute stark von dem, als Eraring in den frühen 1980er Jahren ans Netz ging. Die Realität ist, dass die Wirtschaftlichkeit von Kohlekraftwerken durch sauberere und kostengünstigere Energieerzeugung, einschließlich Solar- und Windenergie sowie Batterien, unter zunehmenden, unhaltbaren Druck gerät", hieß es in einer Stellungnahme des Unternehmens.
Entsprechend sehen auch die Planungen für das Gelände aus, auf dem heute aus Kohle Strom erzeugt wird. Origin Energy will hier nach der Abschaltung der Kraftwerksblöcke einen Energiespeicher mit einer Abgabeleistung von 700 Megawatt installieren. Dieser soll dann mit Überschüssen aus den Solar- und Windkraft-Anlagen des Konzerns befüllt werden, um im Bedarfsfall die Netzlast zu stützen.
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Dass die Abschaltung nun sieben Jahre früher erfolgen soll, begründet der Betreiber mit wirtschaftlichen Entwicklungen. "Der australische Energiemarkt unterscheidet sich heute stark von dem, als Eraring in den frühen 1980er Jahren ans Netz ging. Die Realität ist, dass die Wirtschaftlichkeit von Kohlekraftwerken durch sauberere und kostengünstigere Energieerzeugung, einschließlich Solar- und Windenergie sowie Batterien, unter zunehmenden, unhaltbaren Druck gerät", hieß es in einer Stellungnahme des Unternehmens.
Batterie statt Kohleofen
Die Erzeugungskosten für Strom aus regenerativen Quellen sinken seit Jahren massiv und längst ist man hier deutlich unter den Preisen angekommen, die für Kohlestrom veranschlagt werden müssen. Und auch die Speicher-Technologien werden zunehmend günstiger, so dass es inzwischen lohnenswerter ist, in Solar- und Windkraftwerke zu investieren und zusätzliche Speicher zu bauen, um gelegentliche Schwankungen auszugleichen.Entsprechend sehen auch die Planungen für das Gelände aus, auf dem heute aus Kohle Strom erzeugt wird. Origin Energy will hier nach der Abschaltung der Kraftwerksblöcke einen Energiespeicher mit einer Abgabeleistung von 700 Megawatt installieren. Dieser soll dann mit Überschüssen aus den Solar- und Windkraft-Anlagen des Konzerns befüllt werden, um im Bedarfsfall die Netzlast zu stützen.
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Christian Kahle
Redakteur bei WinFuture
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