Amazon erklärt die Hintergründe zum massiven AWS-Ausfall
Amazon hat eine Erklärung zu dem massiven AWS-Cloud-Ausfall veröffentlicht, der Anfang der Woche zu großen Problemen bei vielen Diensten geführt hatte. Ein Standard-Prozedere hatte dabei eine unerwartete Kettenreaktion ausgelöst.
Wie stark zahlreiche Anbieter abhängig von Cloud-Diensten wie Amazons AWS sind, zeigte sich kürzlich wieder durch einen massiven Ausfall bei zahlreichen Angeboten wie Ring, Netflix und Amazon Prime Video. Aber auch Amazon-Lieferungen waren betroffen. Nun hat Amazon einen Transparenzbericht veröffentlicht, um zu erklären, was eigentlich passiert war.
Etwa zur gleichen Zeit teilten Mitarbeiter der Amazon-Zustelldienste auf Reddit mit, dass sie nicht mehr auf interne Apps zugreifen konnten, die zum Scannen von Paketen, für den Zugriff auf Lieferrouten oder zur Anzeige anstehender Termine benötigt werden.
"Dies führte zu einer großen Welle von Verbindungsaktivitäten, die die Netzwerkgeräte zwischen dem internen Netzwerk und dem AWS-Hauptnetzwerk überforderten, was zu Verzögerungen bei der Kommunikation zwischen diesen Netzwerken führte.
"Diese Verzögerungen erhöhten die Latenz und die Fehler bei Diensten, die zwischen diesen Netzwerken kommunizieren, was zu noch mehr Verbindungsversuchen und -wiederholungen führte. Dies führte zu anhaltenden Überlastungen und Leistungsproblemen auf den Geräten, die die beiden Netzwerke miteinander verbinden."
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Ausfall war weitreichend zu spüren
Der Ausfall begann am Dienstagmorgen um etwa 10:30 Uhr Ostküstenzeit. Betroffen war die AWS-Region US-EAST-1, die die Konnektivität für Menschen und Unternehmen im nordöstlichen Teil der USA sicherstellt. Infolgedessen waren die Streamingdienste von Netflix, Amazon Prime und Roku sowie die Ring-Geräte sofort betroffen und nicht mehr erreichbar. Nutzer hatten sich vor allem über die sozialen Medien über die Probleme ausgetauscht und berichtet, dass sie keine Verbindung zu ihren Kameras herstellen konnten.Etwa zur gleichen Zeit teilten Mitarbeiter der Amazon-Zustelldienste auf Reddit mit, dass sie nicht mehr auf interne Apps zugreifen konnten, die zum Scannen von Paketen, für den Zugriff auf Lieferrouten oder zur Anzeige anstehender Termine benötigt werden.
Amazon schreibt:
"Am Dienstagmorgen löste eine automatisierte Aktivität zur Skalierung der Kapazität eines der im AWS-Hauptnetzwerk gehosteten AWS-Services ein unerwartetes Verhalten einer großen Anzahl von Clients innerhalb des internen Netzwerks aus", erklärt Amazon in einer Zusammenfassung des Vorfalls."Dies führte zu einer großen Welle von Verbindungsaktivitäten, die die Netzwerkgeräte zwischen dem internen Netzwerk und dem AWS-Hauptnetzwerk überforderten, was zu Verzögerungen bei der Kommunikation zwischen diesen Netzwerken führte.
"Diese Verzögerungen erhöhten die Latenz und die Fehler bei Diensten, die zwischen diesen Netzwerken kommunizieren, was zu noch mehr Verbindungsversuchen und -wiederholungen führte. Dies führte zu anhaltenden Überlastungen und Leistungsproblemen auf den Geräten, die die beiden Netzwerke miteinander verbinden."
Kein Einzelfall
Diese Kettenreaktion war verhältnismäßig gut (und schnell) wieder unter Kontrolle zu bringen. Allerdings waren da die angeschlossenen Kunden und damit die Dienste der AWS-Cloud in Mitleidenschaft gezogen. Der neue AWS-Ausfall ist kein Einzelfall. In den letzten Jahren gab es mehrere ähnliche Groß-Ereignisse, die den AWS-Dienst so massiv störten, dass zahlreiche Online-Dienste offline waren.Siehe auch:
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