Russland wirft Netflix "Propaganda" homosexueller Inhalte vor
Heutzutage ist es völlig normal, dass es in Serien und Filmen homosexuelle Figuren gibt. Doch nicht überall auf der Welt ist man diesbezüglich so tolerant. In Russland gibt es sogar ein Gesetz, das derartige "Propaganda" für Minderjährige verbietet. Damit bekommt es Netflix zu tun.
In Russland gibt es schon seit einer Weile ein höchst umstrittenes Gesetz, das Homosexualität zwar nicht direkt verbietet, aber die öffentliche Darstellung stark einschränkt bzw. de facto verbietet. Aktuell muss sich der Streaming-Dienst damit auseinandersetzen, denn russische Behörden haben eine Beschwerde bekommen, die Netflix vorwirft, gegen das Verbot "homosexueller" Propaganda verstoßen zu haben.
Die Beschwerde ist allerdings nicht von einer Privatperson gestellt worden, sondern stammt laut der Nachrichtenagentur Reuters (via derStandard) von der für Familienangelegenheiten zuständigen Kommissarin Olga Baranets. Diese hat sich ans russische Innenministerium gewandt und meint, dass Netflix gegen das Gesetz von 2013 verstoße, das "Propaganda für nicht-traditionelle sexuelle Beziehungen" untersagt.
Dem US-Unternehmen droht eine Geldstrafe von bis zu einer Million Rubel, das sind umgerechnet 11.700 Euro. Außerdem muss Netflix eine vorübergehende Aussetzung des Dienstes fürchten, wenn die russischen Behörden feststellen, dass der Dienst gegen das Gesetz verstoßen hat.
Netflix ist derzeit nicht das einzige Unternehmen, auf das Druck ausgeübt wird. Kritiker sehen in den jüngsten Angriffen auf ausländische Anbieter einen Versuch der russischen Staatsführung, mehr Kontrolle über das Internet zu bekommen.
Die Beschwerde ist allerdings nicht von einer Privatperson gestellt worden, sondern stammt laut der Nachrichtenagentur Reuters (via derStandard) von der für Familienangelegenheiten zuständigen Kommissarin Olga Baranets. Diese hat sich ans russische Innenministerium gewandt und meint, dass Netflix gegen das Gesetz von 2013 verstoße, das "Propaganda für nicht-traditionelle sexuelle Beziehungen" untersagt.
Falsche Alterseinstufung
Konkret stört sich Baranets an zahlreichen Netflix-Serien, in denen es Homosexualität gibt, die aber nicht mit einer entsprechenden Alterseinstufung von 18 Jahren versehen sind. Das Streaming-Portal habe stattdessen in einigen Fällen die Inhalte mit 16+ markiert.Dem US-Unternehmen droht eine Geldstrafe von bis zu einer Million Rubel, das sind umgerechnet 11.700 Euro. Außerdem muss Netflix eine vorübergehende Aussetzung des Dienstes fürchten, wenn die russischen Behörden feststellen, dass der Dienst gegen das Gesetz verstoßen hat.
Netflix ist derzeit nicht das einzige Unternehmen, auf das Druck ausgeübt wird. Kritiker sehen in den jüngsten Angriffen auf ausländische Anbieter einen Versuch der russischen Staatsführung, mehr Kontrolle über das Internet zu bekommen.
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