Zehn-Kilometer-Strecke: Berlin bekommt einen autonomen Linienbus
Derzeit scheint die ganze Autowelt nur zwei Dinge zu kennen: Elektro und autonomes Fahren. In beiden Bereichen hinkt Deutschland hinterher, auch wenn sich die Anzahl der Elektroautos zuletzt stark erhöht hat. Nun soll auch der zweite Teil aufholen, u. a. per öffentlicher Teststrecken.
Autonomes Fahren wird zwar seit Jahren diskutiert und als eine der größten Innovationen der Zukunft verkauft, doch noch ist davon im Alltag nichts angekommen. Berliner und Besucher der deutschen Hauptstadt werden aber ab dem Frühjahr des nächsten Jahres eine Gelegenheit bekommen zu erleben, wie es sich anfühlt, ohne menschlichen Fahrer durch die Stadt zu tingeln.
Eine Fahrt mit dem autonomen Bus wird kostenlos, der Ein- und Ausstieg wird an den regulären Haltestellen der Berliner Verkehrsbetriebe (BVG) möglich sein. Das Ganze ist vorerst natürlich nur ein Test bzw. eine Vorführung, man kann sicherlich auch von einer Attraktion sprechen. Der Bus soll auch diverse Bildschirme haben, und zwar innen und außen: "So kann man sehen, welche Aktionen der Bus gerade ausführt und was das Fahrzeug sieht", erläutert Sahin Albayrak, Informatik-Professor an der Technischen Universität Berlin.
Freilich erhoffen sich die beteiligten Forscher und Automobil-Experten aber auch jede Menge Echtwelt-Daten zum Thema autonomes Fahren. Dafür eignet sich auch der Berliner Großstadtverkehr besonders gut, so Karsten Schulze vom ADAC.
Zehn Kilometer ohne menschlichen Fahrer
Denn wie der Tagesspiegel berichtet, wird ab April 2022 in Berlin ein selbstfahrender Linienbus unterwegs sein. Dieser wird auf einem zehn Kilometer langen (Fast-)Rundkurs seine Runden drehen, und zwar vom Ernst-Reuter-Platz über die Straße des 17. Juni zum Brandenburger Tor. Der Bus biegt dort zum Reichstag ab und wird in Richtung Schloss Bellevue fahren. Danach geht es über die Hardenbergstraße zum Bahnhof Zoo und schließlich über den Kurfürstendamm zur Endstation am Adenauer Platz.Eine Fahrt mit dem autonomen Bus wird kostenlos, der Ein- und Ausstieg wird an den regulären Haltestellen der Berliner Verkehrsbetriebe (BVG) möglich sein. Das Ganze ist vorerst natürlich nur ein Test bzw. eine Vorführung, man kann sicherlich auch von einer Attraktion sprechen. Der Bus soll auch diverse Bildschirme haben, und zwar innen und außen: "So kann man sehen, welche Aktionen der Bus gerade ausführt und was das Fahrzeug sieht", erläutert Sahin Albayrak, Informatik-Professor an der Technischen Universität Berlin.
Freilich erhoffen sich die beteiligten Forscher und Automobil-Experten aber auch jede Menge Echtwelt-Daten zum Thema autonomes Fahren. Dafür eignet sich auch der Berliner Großstadtverkehr besonders gut, so Karsten Schulze vom ADAC.
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Witold PryjdaSenior Redakteur
Seit 1996 im Journalismus, ausgebildet an der Österreichischen Medienakademie. Sein Spektrum reicht von Robotern und KI über E-Autos bis zur Militärtechnik.
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