GTA-Modder vor Gericht: Unsere Spiele-Fixes sind keine Piraterie

Grand Theft Auto ist dieser Tage immer öfter in den Schlagzeilen, doch diese sind nicht so positiv, wie Rockstar Games und Publisher Take-Two es gerne hätten. Das betrifft einerseits die Veröffentlichung der Remastered-Trilogie, andererseits aber auch gerichtlichen Ärger. Letzteres ist allerdings kein Ärger, der die Macher von Grand Theft Auto direkt betrifft, sondern eine Klage von Take-Two, die sich ein wenig nach David gegen Goliath liest - und hoffentlich auch einen ähnlichen Ausgang nimmt. Denn der Publisher hat ein Fanprojekt verklagt, bei dem vier Programmierer per Reverse Engineering erstellte optimierte Versionen von Grand Theft Auto 3 und Vice City erschaffen und angeboten haben. Diese nennen sich "re3" und "reVC" und erlaubten es den Nutzern, diese Games mit signifikanten Verbesserungen zu spielen.

Take-Two und Rockstar Games fanden das aber gar nicht so gut und schickten dem von vier Fans betriebenen Projekt auf GitHub einen DMCA-Takedown. Diese reagierten und konterten mit einer DMCA-Gegenanzeige, was zur Folge hatte, dass die Repositories wiederhergestellt wurden.


Klage gegen das Modder-Quartett

Daraufhin schaltete Take-Two eine Eskalationsstufe hoch und brachte eine richtige Klage auf den Weg: Darin wirft der Publisher dem Projekt vor, dass das Team "vorsätzlich und böswillig" Quellcode und andere Inhalte ohne Genehmigung kopiert, angepasst und verbreitet hat. Man verlangt eine Einstellung des Projekts sowie Schadenersatz.

Die vier Beschuldigten weisen diese Vorwürfe zurück. Wie TorrentFreak berichtet, argumentieren die Beklagten, dass ihre Arbeit durch Fair Use-Richtlinien im Copyright Act gedeckt sei. Sie meinen, dass, selbst wenn urheberrechtlich geschütztes Material kopiert worden sei, dies nur deshalb geschah, um die Interoperabilität der Software zu gewährleisten und Fehler in den Originaltiteln zu beheben. Man habe dadurch letztlich etwas Neues geschaffen.

Zudem verweisen die vier Männer darauf, dass die Originalspiele bereits vor 15 Jahren veröffentlicht worden sind und der Kläger schon seit Jahren keine Patches oder Bugfixes liefere. Der vielleicht entscheidende Punkt ist aber der Umstand, dass "re3" und "reVC" als Modifikationen alleine unbrauchbar sind - um sie zu nutzen, muss man GTA 3 und Vice City besitzen.

Der Fall hat gleich mehrere juristische Fragezeichen, auch den Umstand, dass seit Monaten spekuliert wird bzw. wurde, ob die Klage etwas mit der vor kurzem veröffentlichten Grand Theft Auto-Trilogie zu tun hat - die sich ihrerseits am PC zum Debakel entwickelt hat.

Siehe auch: Grand Theft Auto-Trilogie ist nach drei Tagen als PC-Version zurück Filesharing, Piraterie, Piratenpartei, Filesharer, Piracy, Piraten, Softwarepiraterie, Totenkopf, Piratenflagge, Totenkopfflagge Filesharing, Piraterie, Piratenpartei, Filesharer, Piracy, Piraten, Softwarepiraterie, Totenkopf, Piratenflagge, Totenkopfflagge
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