Gaming-Piraterie: Legendäre Cracker-Gruppe Codex macht Schluss
In der Gaming-Piraterie-Szene stellen Szenegruppen, die das Cracken übernehmen, das Fundament aller Aktivitäten dar. Dabei gibt es ein Kommen und Gehen, Gruppen sind teils nur kurz am Leben bzw. bekannt. Eine Ausnahme ist Codex, diese war rund acht Jahre lang aktiv.
Codex wurde 2014 gegründet und ist damit eine verhältnismäßig junge Gruppe. Ihre Bedeutung hat sie aber nicht unbedingt wegen ihres Alters, sondern weil sie, wie TorrentFreak erläutert, die Welt der PC-Piraterie "im Sturm erobert" hat. Denn Codex hat viele prominente Spiele gecrackt und dabei auch immer wieder den berühmt-berüchtigten Kopierschutz von Denuvo umgangen.
Codex-Cracks waren gefürchtet, wurden aber auch immer wieder als eine Art Auszeichnung gesehen. So hat sich Kingdom Come: Deliverance-Entwickler Warhorse Studios die NFO-Datei der von Codex gecrackten Version ausgedruckt, eingerahmt und prominent in seinem Mini-Museum aufgehängt. Insgesamt schrieb sich Codex seit der Gründung rund 7000 geknackte Titel aufs Konto.
Die NFO-Datei der gecrackten Version von Kingdom Come: Deliverance, die bei Warhorse Studios hängt
Denn ursprünglich wurde Codex gegründet, um mit Reloaded zu konkurrieren, der seinerzeit dominierenden Gruppe. Sie fiel aber wenig später auseinander. Zwar tauchte der Name später immer wieder auf, mit dem Original hatte das aber nichts mehr zu tun.
Codex habe nach eigenen Angaben heute keine ernsthafte Konkurrenz mehr und diese Dominanz stellt auch das ursprüngliche Ziel dar: "Jetzt, Jahre nachdem wir unser ursprüngliches Ziel erreicht haben, sind wir der Meinung, dass es an der Zeit ist, weiterzuziehen."
Codex-Cracks waren gefürchtet, wurden aber auch immer wieder als eine Art Auszeichnung gesehen. So hat sich Kingdom Come: Deliverance-Entwickler Warhorse Studios die NFO-Datei der von Codex gecrackten Version ausgedruckt, eingerahmt und prominent in seinem Mini-Museum aufgehängt. Insgesamt schrieb sich Codex seit der Gründung rund 7000 geknackte Titel aufs Konto.
Die NFO-Datei der gecrackten Version von Kingdom Come: Deliverance, die bei Warhorse Studios hängt
Am Höhepunkt aufhören
Doch nun ist Schluss: Im Zuge der Veröffentlichung des Cracks für "The Sims 4 My Wedding Stories" gab Codex die Auflösung bzw. den Ruhestand bekannt. Man betont allerdings, dass das nicht das Ergebnis von juristischem Ärger oder interner Streitigkeiten sei. Stattdessen heißt es, dass man sein ursprüngliches Ziel erreicht habe, die letzten Release Notes von Codex üben aber auch Kritik am aktuellen Zustand der Szene.Denn ursprünglich wurde Codex gegründet, um mit Reloaded zu konkurrieren, der seinerzeit dominierenden Gruppe. Sie fiel aber wenig später auseinander. Zwar tauchte der Name später immer wieder auf, mit dem Original hatte das aber nichts mehr zu tun.
Codex habe nach eigenen Angaben heute keine ernsthafte Konkurrenz mehr und diese Dominanz stellt auch das ursprüngliche Ziel dar: "Jetzt, Jahre nachdem wir unser ursprüngliches Ziel erreicht haben, sind wir der Meinung, dass es an der Zeit ist, weiterzuziehen."
Thema:
Witold PryjdaSenior Redakteur
Seit 1996 im Journalismus, ausgebildet an der Österreichischen Medienakademie. Sein Spektrum reicht von Robotern und KI über E-Autos bis zur Militärtechnik.
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