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Diesel: So frech soll Daimler Abschalteinrichtungen programmiert haben
Der gleiche Software-Spezialist, der schon Volkswagen beim Diesel-Skandal auf die Schliche gekommen war, hat jetzt bei Daimler acht - noch muss man sagen mutmaßlich - illegale Abschalteinrichtungen gefunden. Das bringt nun neuen Schwung in die Affäre.
Das berichtet der Spiegel (Artikel hinter der Paywall, via Tagesschau.de). Es geht dabei um ein neues Gutachten von Software-Entwickler Felix Domke. Dem Spiegel liegt das rund 30-seitige Gutachten vor.
Domke hatte bereits im Jahr 2015 die für den Abgas-Skandal verantwortlichen Codezeilen in dem Teil der VW-Software entdeckt, der für die Steuerung der Einspritzung des Reduktionsmittels Adblue verantwortlich ist, das den Ausstoß von Stickoxiden verringert. In seinem Test hatte Domke damals festgestellt, dass sein Fahrzeug im Alltag fast ausnahmslos in dem Modus operierte, der den höchsten Stickoxid-Wert aufwies. Infografik Elektroautos: VW e-up! profitiert am meisten vom Umweltbonus
Bisher waren die Klagen von vermeintlich betroffenen Kunden gegen Daimler in Deutschland zu einem großen Teil abgewiesen worden. Laut tagesschau.de haben rund 25.000 Halter von Diesel-Fahrzeugen Daimler mittlerweile auf Schadenersatz verklagt. In 95 Prozent der bereits entschiedenen Fälle haben Gerichte die Klagen abgewiesen. Hintergrund ist, dass man Daimler bisher nicht nachweisen konnte, dass der Konzern eine illegale Abschaltung vornimmt. Die Gerichte hatten die Klage daher abgewiesen, mit der Begründung, die Behauptung sei "ins Blaue hinein" aufgestellt worden, so Tagesschau.de.
Die Anwaltskanzlei Milberg hat sich daher nun sehr gut vorbereitet. Domke hat bei Daimler in der Motorsteuerungssoftware einer Diesel-Variante insgesamt acht mutmaßlich unzulässige Abschalteinrichtungen entdeckt. Dabei hat er auch die ursprünglich ausgelieferte Software mit der Version verglichen, die Daimler mittlerweile verwendet. Dabei kommt Daimler nicht gut weg.
Eine dieser Abschalteinrichtungen soll auf der Straße immer aktiviert sein, wodurch der Wagen praktisch die gesamte Zeit in einem dreckigen Modus fährt, erklärte Domke gegenüber Spiegel.de.
Details dazu dürften jetzt nach und nach bekannt werden.
Siehe auch: EuGH entscheidet: Abgas-Software in Diesel-Fahrzeugen ist illegal
Domke hatte bereits im Jahr 2015 die für den Abgas-Skandal verantwortlichen Codezeilen in dem Teil der VW-Software entdeckt, der für die Steuerung der Einspritzung des Reduktionsmittels Adblue verantwortlich ist, das den Ausstoß von Stickoxiden verringert. In seinem Test hatte Domke damals festgestellt, dass sein Fahrzeug im Alltag fast ausnahmslos in dem Modus operierte, der den höchsten Stickoxid-Wert aufwies. Infografik Elektroautos: VW e-up! profitiert am meisten vom Umweltbonus
Einrichtungen zur Abschaltung sind illegal
Erst im vergangenen Jahr hatte daraufhin das EuGH klargestellt, dass solche Einrichtungen zur Abschaltung illegal sind. Nun hat sich der Experte auf die Suche nach ähnlichen Abschalteinrichtungen bei Daimler gemacht - und zwar nach einer Beauftragung durch die Anwaltskanzlei Milberg aus den USA. Diese haben in mehreren europäischen Ländern Klagen gegen Daimler eingereicht.Bisher waren die Klagen von vermeintlich betroffenen Kunden gegen Daimler in Deutschland zu einem großen Teil abgewiesen worden. Laut tagesschau.de haben rund 25.000 Halter von Diesel-Fahrzeugen Daimler mittlerweile auf Schadenersatz verklagt. In 95 Prozent der bereits entschiedenen Fälle haben Gerichte die Klagen abgewiesen. Hintergrund ist, dass man Daimler bisher nicht nachweisen konnte, dass der Konzern eine illegale Abschaltung vornimmt. Die Gerichte hatten die Klage daher abgewiesen, mit der Begründung, die Behauptung sei "ins Blaue hinein" aufgestellt worden, so Tagesschau.de.
Die Anwaltskanzlei Milberg hat sich daher nun sehr gut vorbereitet. Domke hat bei Daimler in der Motorsteuerungssoftware einer Diesel-Variante insgesamt acht mutmaßlich unzulässige Abschalteinrichtungen entdeckt. Dabei hat er auch die ursprünglich ausgelieferte Software mit der Version verglichen, die Daimler mittlerweile verwendet. Dabei kommt Daimler nicht gut weg.
Eine dieser Abschalteinrichtungen soll auf der Straße immer aktiviert sein, wodurch der Wagen praktisch die gesamte Zeit in einem dreckigen Modus fährt, erklärte Domke gegenüber Spiegel.de.
Details dazu dürften jetzt nach und nach bekannt werden.
Siehe auch: EuGH entscheidet: Abgas-Software in Diesel-Fahrzeugen ist illegal
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